Unternehmensunabhängige Interkommunale Wärmeplanung Landkreis Lörrach (UIWP-LÖ)

Im Herbst 2020 hat der Landtag das Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg verabschiedet. § 7 c befasst sich mit den kommunalen Wärmeplänen. Mit dem Instrument der kommunalen Wärmeplanung sollen die Kommunen den langfristigen Umbau der Wärmeversorgung bis 2050 strukturiert planen und umsetzen. Der Landkreis Lörrach erstellt in einem Pilotprojekt eine interkommunale Wärmeplanung für alle 34 Städte und Gemeinden des Landkreises, welche auf eine klimaneutrale kommunale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2050 abzielt.

Der interkommunale Ansatz wird verfolgt, um die im Landkreis vorhandenen Potenziale zur klimaneutralen Versorgung, wie gewerbliche und industrielle Abwärme, Geothermie, Solarthermie oder Biomasse, zu identifizieren, zu erschließen und mit vorhandenen Wärmebedarfen an anderer Stelle zu verknüpfen. Ziel am Ende des Projekts ist eine gesamthafte Wärmeplanung sowohl für den ganzen Landkreis als auch für jede einzelne Kommune. Die Kommunen erhalten damit einen Plan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.

Über ein EU-weites Ausschreibungsverfahren konnte das Projektkonsortium mit der technischen Projektleitung endura kommunal, dem Datenverarbeitungsunternehmen greenventory und dem Beteiligungs- und Kommunikationsunternehmen ifok GmbH kompetente und mit unserer Region vertraute Dienstleister gewonnen werden. Im Rahmen eines Pilotvorhabens erhält der Landkreis hierfür eine Förderung von Seiten des Landes.

Das Projekt ist am 01. Januar 2021 gestartet und läuft über einen Zeitraum von 20 Monaten. Zunächst werden die relevanten Daten von Kommunen, Energieversorgern, gewerblichen Unternehmen sowie von weiteren Akteuren der Wärmeversorgung gesammelt. Im Anschluss wird eine Bestandsanalyse des Wärmebedarf und der Versorgungsinfrastruktur vorgenommen. Darauf aufbauend erarbeiten die betroffenen Akteursgruppen in Facharbeitsgesprächen eine gemeinsame Potentialanalyse zu Energie und Abwärme. Zuletzt generieren die Projektpartner ein Zielbild für eine klimaneutrale Wärmeversorgung im Jahr 2050. Nach dem Projektende der Wärmeplanung wird der Landkreis Lörrach eine Wärmewendestrategie als Blaupause für ähnliche Projektvorhaben erarbeiten.

Zeitleiste

Prozessgrafik Wärmeplanung

Erläuterung: Die grau-weißen Textfelder liegen noch in der Zukunft. Die roten Kreise stellen bereits abgeschlossene Veranstaltungen dar (Quelle: ifok)

Veranstaltung (1): Im Kick-off des Steuerungskreises am 21. Januar 2021, in dem alle 35 Gemeinden und Städte vertreten waren, wurde das Projekt präsentiert, erste Ideen entgegengenommen und offene Fragen beantwortet.

Veranstaltung (2): Am 25.Februar 2021 fand die erste Beiratssitzung statt. Inhalte war die Vorstellung des geplanten Projektes sowie die Einholung von Rückmeldungen zum Prozess durch die Beiratsmitglieder.

Veranstaltung (3): Mit Energieversorgern und weiteren Akteure der Wärmeversorgung kam das Projekt in einem Facharbeitsgespräch am 30.03.2021 zusammen. Ziel war es, die Datenerhebung sowie das Projekt vorzustellen und Fragen der Datenbereitstellung durch die Wärmeversorger zu beantworten.

Nächste Schritte: In den kommenden Monaten bis zum Herbst 2021 erhebt das Projektkonsortium die wichtigsten Gebäude- und Wärmedaten im Landkreis Lörrach. In mehreren Workshops werden anschließend die Potentiale der Region diskutiert

Gremien und beteiligte Akteure

Datenerhebung für das Projekt UIWP

In der ersten Projektphase werden gebäudescharfe Daten gesammelt. Dazu gehören Wärmeverbräuche, Wärmeversorgungseinrichtungen, Abwärmepotenziale, Heizungsalter, Wärme- und Gasnetze und weitere Informationen, die über öffentliche Stellen (insbesondere Bezirksschornsteinfeger), Kommunen, Unternehmen (insbesondere Gewerbe- und Industriebetrieben), Netzbetreiber und Energieversorger erfasst werden. Der Landkreis hat die Aufgabe der Datenerhebungfür die lt. Gesetz berechtigten Gemeinden übernommen und das mit dem Projekt beauftragte Konsortium damit betraut.  In Fachgesprächen und Veranstaltungen wurden die relevanten Akteure bereits angesprochen. Für eine erfolgreiche Wärmeplanung ist ihre Kooperation unabdingbar. Die Datenerhebung basiert hierbei auf dem § 7e KSG BW und erfolgt nur zum Zweck der kommunalen Wärmeplanung. Die Veröffentlichung im Wärmeplan erfolgt ausschließlich in aggregierter Form (mind. 5 Gebäude), sodass der Datenschutz eingehalten werden kann.

Bei Fragen rund um die Art der Datenbereitstellung bitten wir Sie um Nachricht an greenventory: datenbereitstellung@greenventory.de


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Ansprechpartner

Herr
Dr. Georg Lutz
Fachbereichsleiter Umwelt
+49 7621 410-3300
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Frau
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Sachgebietsleitung Klima & Boden
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Herr

Maximilian Schmid

endura kommunal – Projektkonsortium

+49 761 386 909-814

maximilian.schmid@endura-kommunal.de