Unternehmensunabhängige Interkommunale Wärmeplanung Landkreis Lörrach

Der Landkreis Lörrach erstellt in einem Pilotprojekt eine interkommunale Wärmeplanung für alle 35 Städte und Gemeinden des Landkreises, welche auf eine klimaneutrale kommunale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2050 abzielt. Damit ist er der erste Landkreis, der § 7 c des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg umsetzt.


Zeitleiste

Prozessgrafik Wärmeplanung

Erläuterung: Die grau-weißen Textfelder liegen noch in der Zukunft. Die roten Kreise stellen bereits abgeschlossene Veranstaltungen dar (Quelle: ifok).

(1): Am 21. Januar 2021 startete das Projekt mit dem Kickoff-Treffen des Steuerungskreises, in dem alle 35 Gemeinden und Städte vertreten waren, wurde das Projekt präsentiert, erste Ideen entgegengenommen und offene Fragen beantwortet.

(2): Am 25. Februar 2021 tagte der Beirat erstmalig. Inhalte war die Vorstellung des geplanten Projektes sowie die Einholung von Rückmeldungen zum Prozess durch die Beiratsmitglieder.

(3): Lokale und regionale Energieversorger trafen sich erstmalig im Facharbeitsgespräch am 30. März 2021. Hier wurden die Datenerhebung sowie die Grundausrichtung des Projekts besprochen und Fragen zur Datenbereitstellung durch die Wärmeversorger beantwortet.

Nächste Schritte: In den kommenden Monaten bis zum Herbst 2021 erhebt das Projektkonsortium die wichtigsten Gebäude- und Wärmedaten im Landkreis Lörrach. In mehreren Workshops werden anschließend die Potentiale der Region diskutiert.

Nächste Termine:

  • 20. September 2021 > 26. Oktober 2021: Facharbeitsgespräch „Energieversorgungsunternehmen“
  • 6. Oktober 2021 > 11.November 2021: Beiratssitzung

Projektziele und -konsortium

Das Projekt ist am 1. Januar 2021 gestartet und läuft über einen Zeitraum von 20 Monaten. Zunächst werden die relevanten Daten von Kommunen, Energieversorgern, gewerblichen Unternehmen sowie von weiteren Akteuren der Wärmeversorgung gesammelt. Im Anschluss wird eine Bestandsanalyse des Wärmebedarf und der Versorgungsinfrastruktur vorgenommen. Darauf aufbauend erarbeiten die betroffenen Akteursgruppen in Facharbeitsgesprächen eine gemeinsame Potentialanalyse zu Energie und Abwärme. Zuletzt generieren die Projektpartner ein Zielbild für eine klimaneutrale Wärmeversorgung im Jahr 2050. Nach dem Projektende der Wärmeplanung wird der Landkreis Lörrach eine Wärmewendestrategie als Blaupause für ähnliche Projektvorhaben erarbeiten.

"Der Landkreis Lörrach engagiert sich seit vielen Jahren intensiv im Klimaschutz. Wir sind unserem Ziel der Klimaneutralität in vielen Bereichen bereits ein gutes Stück nähergekommen. Insbesondere bei der Wärmewende besteht jedoch noch ein akuter Handlungsbedarf. Mithilfe eines gemeinsamen Impulses durch den Kreistag haben wir deshalb das Pilotprojekt „unternehmensunabhängige interkommunale Wärmeplanung“ ins Leben gerufen, um im Konvoi mit allen Gemeinden des Landkreises den Wärmesektor in unserer Region bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Eine gute Planung, die Nutzung verschiedener Quellen erneuerbarer Energien, Abwärme und der Ausbau von Wärmenetzen werden uns dieses Ziel erreichen lassen."

- Landrätin Marion Dammann

Gremien und beteiligte Akteure

Datenerhebung

In der ersten Projektphase werden gebäudescharfe Daten gesammelt. Dazu gehören Wärmeverbräuche, Wärmeversorgungseinrichtungen, Abwärmepotenziale, Heizungsalter, Wärme- und Gasnetze und weitere Informationen, die über öffentliche Stellen (insbesondere Bezirksschornsteinfeger), Kommunen, Unternehmen (insbesondere Gewerbe- und Industriebetrieben), Netzbetreiber und Energieversorger erfasst werden. Der Landkreis hat die Aufgabe der Datenerhebungfür die lt. Gesetz berechtigten Gemeinden übernommen und das mit dem Projekt beauftragte Konsortium damit betraut.  In Fachgesprächen und Veranstaltungen wurden die relevanten Akteure bereits angesprochen. Für eine erfolgreiche Wärmeplanung ist ihre Kooperation unabdingbar. Die Datenerhebung basiert hierbei auf dem § 7e KSG BW und erfolgt nur zum Zweck der kommunalen Wärmeplanung. Die Veröffentlichung im Wärmeplan erfolgt ausschließlich in aggregierter Form (mind. 5 Gebäude), sodass der Datenschutz eingehalten werden kann.

Bei Fragen rund um die Art der Datenbereitstellung kontaktieren Sie bitte die Firma greenventory GmbH (david.fischer@greenventory.de , Tel. 0761 7699 4168, Dr. David Fischer).

In Zusammenarbeit mit:

endura Kommunal Logogreenventory logoIFOK Logo

Ansprechpartner

Frau
Inga Nietz
Sachgebietsleitung Klima & Boden
+49 7621 410-3330
+49 7621 410-93330
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Herr
Philip Lotte
Klimaschutzmanager
+49 7621 410-3335
+49 7621 410-93335
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Ansprechpartner Projektkonsortium

Herr
Rolf Pfeifer
endura kommunal – Projektleitung
Tel.: +49 761 3869098-11
E-Mail: rolf.pfeifer@endura-kommunal.de

Herr
Dr. David Fischer
greenventory - Datenverarbeitung
Tel.: +49 761 76994165
E-Mail: david.fischer@greenventory.de