Jedes Jahr unterstützt der Landkreis Lörrach neue ehrenamtliche Ideen mit einer Projektmittelförderung. 2026 werden beispielgebende Vorhaben unter dem Motto „Kraftquelle Gemeinschaft – Seite an Seite für dich und mich“ gefördert. Ziel der Förderung ist es, neue Ideen zu unterstützen, die durch die „Kraft der Gemeinschaft“ geformt werden und das Zusammenleben und die Gesellschaft bereichern.
Gefördert werden neue, kreative Projekte mit einem anteiligen oder kostendeckenden Zuschuss von bis zu 1.000 Euro, die ehrenamtlich und unentgeltlich im Landkreis Lörrach umgesetzt werden.
Welche Projekte können gefördert werden?
Förderfähige Projekte
starten ab dem 01. Mai 2026;
stehen im Jahr 2026 unter dem Motto „Kraftquelle Gemeinschaft – Seite an Seite für dich und mich“;
bereichern das bürgerschaftliche Engagement im Landkreis Lörrach;
werden zu mindestens 50% von ehrenamtlich Engagierten umgesetzt;
verfolgen gemeinnützige Ziele;
sind langfristig angelegt;
kosten insgesamt nicht mehr als 10.000 Euro;
lassen neue Ansätze und/oder kreative Ideen erkennen;
regen zur Nachahmung an.
Wer kann einen Antrag stellen?
Einen Antrag stellen können alle Vereine, Institutionen, Organisationen und Initiativen, in denen sich Menschen bürgerschaftlich engagieren. Als bürgerschaftliches Engagement gilt der freiwillige, unentgeltliche Einsatz außerhalb der Familie für das Gemeinwohl im Landkreis Lörrach. Jede ehrenamtliche Gruppe kann sich mit einem Projekt bewerben.
Wie stelle ich einen Antrag?
Die Antragstellung ist immer bis zum 1. April des Jahres möglich. Stellen Sie Ihren Antrag über das digitale Antragsformular, beschreiben Sie Projektidee anhand der dort ge-stellten Fragen und füllen Sie den Kosten- und Finanzierungsplan aus.
Was ist zu beachten?
Die Auswahl der Projekte wird nach Empfehlung der „Steuerungsgruppe Bürgerengagement“ durch die Landrätin Marion Dammann getroffen. Der Steuerungsgruppe unter dem Vorsitz der Landrätin gehören Vertreter/innen aller Kreistagsfraktionen, der Verwaltung sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis an. Die Entscheidung, ob ein Antrag erfolgreich war, wird Ende April mitgeteilt. Die Kommunikation erfolgt grundsätzlich digital, eine postalische Zusendung des Projektmittelbescheids erfolgt nur auf ausdrückliche Anfrage. Geförderte Projekte präsentieren sich am 10. Dezember 2026 in der Sitzung der „Steuerungsgruppe Bürgerengagement“ (im Landratsamt Lörrach).
Wie werden die Fördermittel vergeben?
Jedes Projekt kann mit maximal 1.000 Euro unterstützt werden. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Förderung wird rückwirkend als Erstattung von Ausgaben zur Kostendeckung ausbezahlt. Die ausgewählten Projekte legen dazu ein Abrechnungsformular mit den Rechnungen bis spätestens 13. November 2026 beim Projektteam vor. Das Abrechnungsformular wird den ausgewählten Projekten zugeschickt.
Geförderte Projekte 2025 unter dem Motto "Brücken der Verständigung - Gemeinsam für ein respektvolles Miteinander"
Engagierte Senior*nnen kommen mit Kindern mit Migrationshintergrund zusammen, um spielerisch die deutsche Sprache zu fördern, soziale Kompetenzen zu stärken und schöne Begegnungen zu erleben.
Sprachförderung durch Eins-zu eins-Betreuung durch die Senior*innen
Neben den Kindern sollen auch die Mamas oder Papas gewonnen werden
Ausreichend Senior*innen zu finden, so dass keine wöchentliche Verpflichtung für den Einzelnen entsteht
Ursprünglich als Offener Treff ohne Anmeldung gedacht
In der Zwischenzeit werden die Kinder bewusst nach ihren Deutschkenntnissen ausgewählt.
Der Asylkreis Fürenand hat durch Spendenaufrufe ca. 40 Fahrräder gespendet bekommen. Zusammen mit Ehrenamtlichen und Flüchtlingen wurden die Fahrräder repariert und Instand gesetzt. Dadurch kommen die Flüchtlinge selbständig zu Schule, Bahnhof, Sprachkursen und Freizeitangeboten. Sie sind unabhängig und die Integration wird gestärkt.
Es werden weiterhin Fahrräder angenommen und repariert.
Es ist ein neue Treff für Ukrainerinnen und Ukrainer im Familientreff in Grenzach- wyhlen entstanden.
Der Verein Welt Aktiv e.V. feierte den internationalen Tag des Afrikanischen Kindes. Es wurde ein Tag voller Spaß, Kultur und Gemeinschaft für die Lörracher Bevölkerung werden. Es wurden Lesungen und Vorträge, sportliche Aktivitäten, Basteln, musikalische Erlebnisse, Spiele und internationale kulinarische Spezialitäten angeboten. Es gab eine Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen ehrenamtlichen Gruppen.
Der AKI e.V. stellt nach dem Tandem-Prinzip den Kontakt zwischen jeweils einer neu zugezogenen/zugewanderten/geflüchteten Familie und einer länger in Schopfheim verwurzelten Familie her und unterstützt diese bei mindestens zwei Begegnungen (z.B.
ein gemeinsames Mittagessen und einen Ausflug). Zudem hat ein Sommerfest der Familien stattgefunden.
Beim "Markt der Vielfalt" haben viele Vereine und Initiativen in Schopfheim ihre Arbeit und Angebote gezeigt. Außerdem gab es ein internationales Mitbring-Picknick und unterschiedliche Unterhaltungsangebote wie Musik und Spiele.
Der Brauchtumsverein Mappach e.V. hat ein Bus-Wartehäuschen und einen Brunnen im Dorf mit Kindern und Jugendlichen und weiteren Dorfmitgliedern, sowie einem regionalen Künstler reaktiviert und renoviert. Dadurch konnte die Gemeinschaft im Dorf gestärkt, Jung und Alt zusammengeführt und neue Dorfbewohner bzw. junge Menschen dazu motiviert werden sich für die Dorfgemeinschaft einzubringen.
2024 hat die Fachstelle Sucht mit Ehrenamtlichen den Pavillon der Begegnung erbaut. 2025 folgte dann die Erweiterung, in dem der Garten der Fachstelle Sucht wieder tatkräftig mithilfe Ehrenamtlicher umgebaut wurde. Nun lädt dieser zum Verweilen und Austauschen ein. Einige Sucht-Selbsthilfegruppen halten hier im Sommer ihre Treffen ab.
Im Rahmen der Quartiersarbeit, die seit 2020 unter dem Titel „Unser Friedlingen“ läuft, wurde das Projekt „Engagiert und Vereint“ ins Leben gerufen. Teil des Projekts sind von den Bewohner*Innen gewünschte regelmäßig stattfindende Kulturtage (alle drei Monate), sowie ein Ehrenamtlichen-Apéro (zweimal im Jahr).
Der Kulturtag wurde seit längerem von den Bewohner*Innen gewünscht, um mehr über die jeweils anderen Kulturen ihrer Mitbürger*Innen zu lernen. Die Kulturtage fanden regelmäßig statt. Es wird eine Kultur ausgewählt, die im Stadtviertel vertreten ist, die an diesem Tag im Mittelpunkt steht. Eine Gruppe von Ehrenamtlichen, das können Menschen sein, die selbst dieser Kultur
angehören oder Menschen, die Lust haben, diese Kultur zu präsentieren, bereitet dafür thematische Beiträge vor, mit der die Kultur vorgestellt werden soll. Die Ehrenamtlichen können kurze Filmbeiträge zeigen, es kann gemeinsam gekocht, musiziert und getanzt
werden.
Der Ehrenamtlichen Apéro ist ein regelmäßig stattfindendes Treffen zwischen den Ehrenamtlichen in gemütlicher Runde. Die ehrenamtlichen Helfer*Innen aller Projekte des Quartiersmanagements sind eingeladen, sich in lockerer Atmosphäre über ihre
Angebote, ihre Erfahrungen und über eventuell auftretende Probleme auszutauschen.
Das Bündnis 5 vor 12 hat einen mobilen Meinungskubus entwickelt. Dadurch soll die Dialogfähigkeit in unserer Gesellschaft durch Gespräche zwischen Menschen im öffentlichen Raum in Form von 4 mobilen Wänden auf Rädern gefördert werden. Durch
Fragen können Meinungen formuliert und im direkten Gespräch respektvoll ausgetauscht werden. Menschen erleben sich dadurch als aktiv im politischen Gestalten im kommunalen Raum, die selbstwirksam werden für Demokratie und respektvollen Umgang in der Gesellschaft.