Praxisimpuls I:
"Interreligiöse Bildung in der Kindertageseinrichtung – Werte verbinden Religionen"

Religiosität entspringt dem menschlichen Grundbedürfnis nach Sinn und Eingebundenheit. Dieses Bedürfnis ist unabhängig von Zeit und Epoche, von Bildung und Einsicht, von Kultur und Tradition.

Die religiöse Sicht der Welt grenzt sich von der Philosophie ab, da sie eine übergeordnete Macht, eine das Weltgeschehen und das persönliche Schicksal beeinflussende Kraft annimmt. Religiosität ist in der Regel mit der Definition eines Gottesbegriffes verbunden. Die Auslegung des spezifischen Gottesbegriffes unterscheidet oder verbindet verschiedene Weltreligionen oder religiöse Ausrichtungen. Allen gemeinsam ist das Ziel, den einzelnen Menschen mit dem Gott seiner Religion in Dialog zu bringen und die Glaubensgemeinschaft in der gemeinsamen Anbetung und der Pflege des religiösen Lebens anzuleiten.

Kindern sind Fragen nach den sinnerklärenden Phänomenen der Welt eine Selbstverständlichkeit. Wir brauchen den Mut, sie in ihren Bedürfnissen abzuholen und unter Berücksichtigung unserer höchstpersönlichen Haltungen dennoch stützen und bereichern zu können und dies aus einer Haltung des Religionsrespekts heraus.

Im Rahmen dieses interreligiösen WEBinars

  • beleuchten wir die kindlichen Bedürfnisse,
  • betrachten wir mögliche pädagogische Wirkungsweisen der Pädagog*innen,
  • berücksichtigen wir Ideen für die praktische interreligiöse Bildung mit best-practice-Beispielen.

Interreligiöse Bildung

  • unterscheidet sich vom religionspädagogischen Ansatz in konfessionellen Kindertageseinrichtungen,
  • ist im Sinne der Inklusion in jeder Kindertageseinrichtung angemessen,
  • kann in konfessionellen Kindertageseinrichtungen mit dem religionspädagogischen Ansatz kombiniert werden.

Baustein Bleib dabei!

Elke Schlösser, Diplom-Sozialarbeiterin,
arbeitet als Fach- und Bilderbuchautorin und freiberufliche Fortbildungsreferentin. Zuvor war sie in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe, Telefonseelsorge, Familien- und Erwachsenenbildung und Patientenberatung tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der interkulturellen Pädagogik im Elementarbereich mit den Themen Sprachentwicklung, -bildung und -förderung, Kooperation mit Eltern, Umsetzung interreligiöser, antirassistischer und vorurteilsbewusster Ansätze und interkulturelle Konzeptentwicklung.