Untersuchung bergbaubedingter Schwermetallgehalte der Böden im Landkreis Lörrach

Die Schwermetallgehalte in Böden des Wiesentals sind auf erhöhte geogene Grundbelastungen der Granite und Gneise des Schwarzwalds zurückzuführen.
Aus diesen Gesteinen wurden seit dem 12. Jahrhundert vorwiegend Silber, Fluss- und Schwerspat abgebaut, so dass zusätzliche Belastungsquellen entstanden sind.
 
Für das Wiesental sind in diesem Zusammenhang auch die Relikte des historischen Bergbaus zu nennen, wie ehemalige Erzwäschen, Schmelzanlagen, Abraumhalden und Stollenanlagen. Da für die Aufbereitung und hüttentechnische Weiterverarbeitung der Erze Wasser eingesetzt wurde, gelangten größere Sedimentmengen in die Gewässer. Anreicherungen von Schwermetallen finden sich deshalb besonders in den Gewässersedimenten und Auenböden.
 
Bis heute werden Metalle aus dem Gestein erodiert, gelöst und ausgewaschen. Das Transportmedium ist das fließende und versickernde Wasser.

Untersuchungsergebnisse

Die im Jahr 2013 begonnene Detailuntersuchung zur bergbaubedingten Schwermetallbelastung  der Böden im Landkreis Lörrach ist nun abgeschlossen. Dazu hatte das Landratsamt eine Studie verbunden mit bodenkundlichen Untersuchungen und Kartierungsarbeiten beauftragt. Die Ergebnisse der Studie liegen nun vor und ermöglichen eine noch bessere Information und Beratung von betroffenen Grundstücksbesitzern (Gemeinden, Private, Landwirte).
Es kann nun auf eine verbindliche Abgrenzung der belasteten Flächen insgesamt und eine Differenzierung in unterschiedliche Belastungsstufen zugegriffen werden. Das Landratsamt hat zudem Handlungsempfehlungen für den Anbau landwirtschaftlicher Kulturpflanzen und die Grünlandnutzung erarbeitet.
Das Gutachten, sowie die Karten mit den Belastungszonen stehen nun zur Verfügung:


Umgang mit erhöhten Blei- und Arsengehalten in den Böden

Großflächig erhöhte Blei (Pb)- und Arsengehalte (As) in Böden können Konsequenzen und vorbeugende Maßnahmen für die Nutzung und Entsorgung von Böden erfordern. Auch wenn akute gesundheitliche Risiken in aller Regel nicht zu befürchten sind, sollte bei allen Planungen, Vorhaben und Maßnahmen der erhöhte Schadstoffgehalt der betroffenen Böden frühzeitig Berücksichtigung finden.
Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt von den geplanten Vorhaben und Nutzungen ab. Neben dem Bodenschutzrecht sind weitere Rechtsbereiche betroffen wie beispielsweise das Bauplanungs- und Bauordnungsrecht, das Abfallrecht und auch das Lebens- und Futtermittelrecht.

Die Belastung der Böden sollte insbesondere Berücksichtigung finden bei:

Ansprechpartner

Frau
Constanze Lehmann
Bodenschutz
Telefon:
+49 7621 410-3332
Fax:
+49 7621 410-93332
Obereggenen
Blick ins Wiesental
Wiesental