Pressemitteilung

Pflegestützpunkt und ipunkt ziehen erfolgreiche Bilanz


Vor gut einem Jahr wurde der Pflegestützpunkt Landkreis Lörrach in Lörrach eröffnet. Zeitgleich nahm der ipunkt der Fritz-Berger-Stiftung seine Arbeit auf, der das Beratungsangebot des Pflegestützpunktes ergänzt. Vier Mitarbeiterinnen beraten kostenlos rund um das Thema Pflege und Behinderung. Im Jahr 2011 fanden insgesamt 2039 Erstberatungen und 576 Folgeberatungen im Landkreis statt. 1955 Beratungen gab es zusammen im Pflegestützpunkt und ipunkt der Fritz-Berger-Stiftung in Lörrach, Chesterplatz 9. An den ipunkt-Sprechtagen der vier Beratungsstandorte im Landkreis Lörrach fanden insgesamt 660 Beratungen statt.

Die Kontakte erstreckten sich von der reinen Informationsweitergabe bis hin zur komplexen Fallsteuerung. So unterstützt der Pflegestützpunkt beispielsweise Menschen, die keine Angehörigen mehr haben und organisiert die notwendigen Hilfen wenn die Betroffenen dies nicht mehr selbst bewerkstelligen können. Schwerpunkte bei der Beratung haben die Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung, Leistungen der Pflegeversicherung und wie man diese beantragt sowie ambulante Betreuung und Pflegeleistungen eingenommen. Auch die Verbesserung der Pflegesituation und Entlastungsmöglichkeiten bei Überforderungen von Angehörigen und die Beratung zur passenden Wohnform im Alter sowie Fragen rund um die Betreuung von Demenzkranken standen im Mittelpunkt.
Die überwiegende Zahl der Klienten ist über 60 Jahre alt. Sie stellen über 80 Prozent der Klienten. Bei den Menschen mit Behinderung sind es jedoch mehrheitlich junge Menschen und Eltern mit behinderten Kindern, die sich insbesondere im ipunkt Lörrach beraten lassen. Am ipunkt-Standort Lörrach werden behinderte Menschen ohne Pflegebedarf beraten, etwa zu Leistungen des Fritz-Berger-Fonds, Freizeitgestaltung, Selbsthilfegruppen, Assistenz- und Förderangeboten.
„Die Mitarbeiterinnen im Pflegestützpunkt und in den ipunkt-Beratungsstellen leisten einen wichtigen Beitrag zu Altersversorgung im Landkreis Lörrach. Sie sind eine erste Anlaufstelle, die schnell und kompetent berät und vielen Menschen so die Unsicherheit dieses komplexen Themas Pflege nimmt“, erklärt Sozialdezernentin Elke Zimmermann-Fiscella.
Die Kosten für den Pflegestützpunkt werden von den Kranken- und Pflegekassen und dem Landkreis gemeinsam getragen. Dieser liegt zentral in der Innenstadt am Chesterplatz und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich. Das Aufgabenspektrum des Pflegestützpunktes ist breit gefächert. Er ist neutrale Beratungsstelle und  Lotse  für die verschiedenen Angebote rund um die Themen Alter, Pflegebedürftigkeit und Behinderung. Im Pflegestützpunkt  erhalten Betroffene und ihre Angehörigen aber auch Leistungsanbieter und Selbsthilfegruppen Informationen, Beratung und Begleitung. Daneben sind die Erfassung der Unterstützungsangebote sowie der Aufbau von Kooperationsstrukturen und die Verbesserung der Versorgungssituation im Landkreis eine wichtige Aufgabe.
Der Pflegestützpunkt  ist Anlaufstelle für Ratsuchende im  Bereich Lörrach, Weil am Rhein, Inzlingen und das Vordere Kandertal. Das Angebot des Pflegestützpunktes wird ergänzt durch den ipunkt der Fritz-Berger-Stiftung. Die stiftungsfinanzierte Beratungsstelle bietet ebenfalls unter der Regie des Landkreises Lörrach in Efringen-Kirchen, Rheinfelden, Schliengen und Zell im Wiesental jeweils einmal pro Woche am Vormittag einen Sprechtag  an, so dass die Bevölkerung im gesamten Landkreis wohnortnah das Beratungsangebot nutzen kann.