Sachgebiet


Tiergesundheit

Tiergesundheit

Die Gesundheit von Nutz-, Heim- und Wildtieren zu erhalten und zu fördern, ist eines der Hauptziele der amtlich durchgeführten Tierseuchenüberwachung und -bekämpfung.

Im Vordergrund steht die Bekämpfung von anzeigepflichtigen und meldepflichtigen Tierseuchen und Krankheiten. Monitoringuntersuchungen und die Überwachung der Tierhalter verhindern die Einschleppung und Verbreitung von Seuchen. Erstes Augenmerk gilt dem Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen übertragbaren Krankheiten (Zoonosen). Die rasche Bekämpfung und Tilgung von Tierseuchen wendet wirtschaftlichen Schaden von den Tierbeständen im Landkreis ab.

Aufgaben
  • Beratung zur Tiergesundheit und Tierseuchenprophylaxe
  • Überwachung der Tierbestände im Landkreis.
  • Gesundheitszeugnissen/-bescheinigungen für landwirtschaftliche Nutztiere, Pferde und Heimtiere erstellt.
  • Wandergenehmigungen für Bienen und Triebgenehmigungen für die Wanderschäferei sind eine amtlich gewährleistete Garantie für gesunde Tierbestände.

Der internationale und innergemeinschaftliche Reiseverkehr mit Hund und Katze erfordert einen gültigen Impfschutz gegen Tollwut. Die Amtstierärzte informieren über die einschlägigen Reisebestimmungen und stellen entsprechende Tiergesundheitsbescheinigungen aus.

Das Veterinärwesen ist im Zusammenhang mit der amtlichen Tierseuchenbekämpfung auch im Bereich der Jagd und der Wildtiergesundheit tätig. Die Hauptaufgabe hierbei ist die Durchführung von Untersuchungen bei Wildtieren im Hinblick auf bestimmte Tierseuchen. Ein engmaschiges Monitoring zur Wildschweinepest und Fuchstollwut wird umgesetzt.Die Veterinärbehörde stellt zudem einen Vertreter im Jagdbeirat des Landkreises.

Aufgrund der allgemeinen Seuchengefahr ist die Registrierung von landwirtschaftlichen Nutztieren nach der Viehverkehrsverordnung erforderlich. Die Überprüfung der Kennzeichnung und Registrierung der Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben sowie deren Bestandsbuchführung ist somit in erster Linie eine seuchenprophylaktische Tätigkeit.

Durch regelmäßige Blutuntersuchungen und bestimmte Reihenuntersuchungen wurde bereits bei vielen latenten Tierseuchen der seuchenfreie Status erreicht und weiterhin bewahrt. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Sanierung der Rinderbestände vom bovinen Herpesvirus Typ 1.
Bei Seuchenverdacht oder -ausbruch werden die behördlich erforderlichen Maßnahmen ergriffen, angeordnet und im Interesse der Seuchenbekämpfung durchgesetzt. Insbesondere hochansteckende Tierseuchen erfordern den Einsatz und Koordination großer Teile der behördlichen und zivilen Einsatz-kräfte.

Im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung können Beihilfen oder Entschädigungen für Tierverluste und Bekämpfungsmaßnahmen von der Tierseuchenkasse gewährt werden.

In vielen Bereichen der Wirtschaft fallen tierische Nebenprodukte, an die zu einem Seuchengeschehen führen können. Diese tierischen Nebenprodukte werden, wie auch verstorbene oder gefallene Tiere, einer geordneten Entsorgung zugeführt. In diesen Rahmen werden bestimmte Biogasanlagen, Kompostieranlagen, Lebensmittelberiebe und andere Verarbeitungs- und Transporteinheiten überwacht.


Arzneimittelüberwachung

Die Arzneimittelüberwachung steht sowohl in einem engen Verhältnis zur Tiergesundheit als auch zum Tierschutz. Der besondere Überwachungsbedarf erklärt sich aus der Gefahr des Eintrages von Antibiotika in die Lebensmittelkette. Hierzu besteht ein Monitoring, welches bei bestimmten Betriebsgrößen den Landwirt in die Pflicht nimmt. Die Amtstierärzte leiten Maßnahmen in den Haltungsbetrieben ein, wenn der Antibiotikaeinsatz in den einzelnen Tierhaltungen das fachlich vertretbare Maß übersteigt.

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Wo?
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Öffnungszeiten
Montag: 08:00 - 12:30 Uhr    
Dienstag: 08:00 - 12:30 Uhr    
Donnerstag: 08:00 - 12:30 Uhr und 13:30 - 17:30 Uhr
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