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Workshop zu klimafreundlicher Mobilität im deutsch-schweizerischen Grenzraum trifft einen Nerv


Welchen Handlungsspielraum haben Unternehmen, um den automobilen Pendlerverkehr zu verringern oder zu verbessern? Beispiele wie ABB Schweiz oder das Paul Scherrer Institut verdeutlichten, welche Wirkung Parkraummanagement, die Bildung von Fahrgemeinschaften oder die Unterstützung der E-Mobilität entfalten können. Konkret diskutiert wurden weitere Beispiele unter der Leitung von Karin Wasem von der Abteilung Verkehr des Kantons Aargau.

Kommunen spielen für Mobilität ebenfalls eine tragende Rolle. Gruppenbild der Teilnehmenden des Workshops „Perspektiven für klimafreundliche Mobilität im deutsch-schweizerischen Grenzraum“Eine zweite Workshopgruppe unter der Leitung von Katja Gicklhorn von e-mobil BW nahm Kommunen in den Fokus und diskutierte Themen wie Parken + Mitfahren-Plätze für Fahrgemeinschaften oder Fahrradverleihsysteme. Dabei zeigte sich unter anderem ein Interessenskonflikt bei der Nutzung verbleibender Freiflächen, so kann die Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten in Konkurrenz zu verfügbaren Parkraumflächen stehen.

Impuls für die Region
Workshop „Perspektiven für klimafreundliche Mobilität im deutsch-schweizerischen Grenzraum“, Gesamtmoderation Thomas Boes, Regierungspräsidium FreiburgDie Veranstaltung ermöglichte den Teilnehmenden, sich über die Grenze auszutauschen und zu vernetzen. Ein Angebot, das intensiv genutzt wurde. Die Diskussionen zeigten deutlich, welche wichtige Rolle dem grenzüberschreitenden Dialog zukommt. „Das Thema brennt unter den Nägeln, ist aber auch sehr vielschichtig. Der heutige Tag trägt dazu bei, konkrete Potenziale im Bereich zukunftsweisender Mobilität für die Hochrheinregion zu identifizieren“, so Thomas Boes vom Regierungspräsidium Freiburg.

Hintergrund der Workshops: Projekt Klimafreundlich Pendeln
Eine der Ursachen lokaler Verkehrsprobleme am Hochrhein sind die Pendlerströme des motorisierten Individualverkehrs. Um den Grenzpendelnden umweltfreundlichere Alternativen anzubieten, initiierte die Hochrheinkommission das Interreg-Projekt „Klimafreundlich Pendeln“, in dessen Rahmen die Workshops stattfanden. Die Ergebnisse fließen in eine Projektabschlussveranstaltung am 11. Juni 2018 ein und sollen so einen Impuls für mehr klimafreundliche Mobilität in der Hochrheinregion bewirken. Als Partner engagieren sich ABB Schweiz, die Fachhochschule Nordwestschweiz, die Hochschulen Offenburg und Reutlingen, das Regierungspräsidium Freiburg, die Kantone Aargau und Schaffhausen sowie die Landkreise Lörrach und Waldshut.

Klimafreundlich Pendeln
Um klimafreundliches Pendeln am Hochrhein zu fördern, schlossen sich Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen. Projektziel ist die Untersuchung von Maßnahmen für eine klimafreundlichere Anreise zum Arbeitsort am Beispiel von Grenzgängern aus Deutschland. Weiter möchte das Projekt einen Beitrag zur Mobilitätswende am Hochrhein leisten.
Weitere Informationen: klimafreundlichpendeln.org

Veranstaltungspartner aargaumobil
Die Mobilitätsplattform im Kanton Aargau fördert das Mobilitätsmanagement bei Gemeinden und Unternehmen.
Weitere Informationen: aargaumobil.ch

Veranstaltungspartner e-mobil BW
Als Innovationsagentur des Landes Baden-Württemberg verstehen wir uns als zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund um neue Mobilitätslösungen und Automotive. Wir unterstützen und gestalten aktiv den Technologie- und Gesellschaftswandel hin zu einer nachhaltigen Mobilität der Zukunft.
Weitere Informationen: e-mobilbw.de

EU, Schweizer Bund und Kantone unterstützen das Projekt Klimafreundlich Pendeln
Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein, ein Regionalprogramm der Europäischen Union zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, unterstützt das Pilotprojekt Klimafreundlich Pendeln durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zusammen mit dem Schweizer Bund und den Kantonen.
Weitere Informationen: interreg.org
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