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Landkreis unter gutem Stern


Übergabe der Auszeichnung "Leitstern Energieeffizienz" an Inga Nietz, Sonya Baron und Dr. Georg Lutz (v.l.)  Der Landkreis Lörrach hat zum zweiten Mal erfolgreich am Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“ teilgenommen und wurde in diesem Jahr dank seinem grenzüberschreitenden Ansatz mit einem Sonderpreis in der Kategorie „Innovative Verkehrskonzepte/ÖPNV“ ausgezeichnet.
 
Mit dem „Leitstern Energieeffizienz“ prämiert das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft die energieeffizientesten Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs. Das Land möchte mit dem Projekt Teilnehmer unterstützen und motivieren, den Themenbereich Energieeffizienz zu prüfen und bestehende Aktivitäten auszubauen.
 
Im Rahmen des Wettbewerbs spielten Programme, Konzepte, konkrete Aktivitäten und die Vorbildfunktion in der jeweiligen Region zum Thema Energie und Klimaschutz eine Rolle. Bewertet wurden festgelegte Effizienz- und Reduzierungsziele beim Strom- und Primärenergieeinsatz. Daneben wurden die energetische Situation von kreiseigenen Liegenschaften sowie die Aktivitäten der jeweiligen Energieagenturen betrachtet.

Grenzüberschreitendes Konzept behauptet sich gegen die starke Konkurrenz


Punkten konnte vor allem die geplante länderübergreifende Online-Mobilitätsplattform, für die sich der Landkreis zusammen mit dem Trinationalen Eurodistrict Basel in einem INTERREG-Projekt engagiert. Reisende sollen erstmalig Auskünfte und Angebote über alle Mobilitätsmöglichkeiten in der Region erhalten, einschließlich Fuß- und Fahrradverkehr. Das grenzüberschreitende Mobilitätsportal soll in Erweiterung des TriRegio-Systems etabliert werden.
 
Durch die Mitwirkung im Pendlerfondsrat des Kantons Basel-Stadt und die Beratung seiner Gemeinden werden zudem im Landkreis Lörrach gezielt Projekte gefördert, die dazu beitragen, die grenzüberschreitenden Pendlerströme vom motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr oder andere Mobilitätsformen zu verlagern. Verschiedene Park&Ride- sowie Bike&Ride-Angebote konnten im Landkreis bereits verwirklicht werden.
 
Schließlich werden im Rahmen der „Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020“ und der Mitwirkung am Projekt „Aktive Bahnhöfe“ an den Haltepunkten im Landkreis Lörrach die Rahmenbedingungen für die Reisenden verbessert. Für die besonderen Bedürfnisse der grenzüberschreitenden Fahrgäste, sowohl in verkehrlicher, als auch in sprachlicher Hinsicht, wurde gemeinsam mit den Verkehrsdienstleistern ein neues Informationskonzept erarbeitet. Die Fahrgäste sollen leichter zwischen verschiedenen Verkehrsmodalitäten wechseln können, bessere - insbesondere grenzüberschreitende - Informationsmöglichkeiten erhalten und sich in einem attraktiven und abwechslungsreichen Umfeld bewegen können. Das Konzept findet zunächst Anwendung an den Pilotstandorten Lörrach Hauptbahnhof und Bahnhof Rheinfelden (Baden). Am Hauptbahnhof in Lörrach konnten bereits eine Fahrrad- und eine Elektrofahrrad-Verleihstation sowie ein Parkhaus für Fahrräder erfolgreich realisiert werden.

Der Landkreis Lörrach zeigt mit seinen Aktivitäten im grenzüberschreitenden Verkehr, dass solche Projekte nicht an den Kreisgrenzen enden oder auf einzelne Verkehrsverbünde beschränkt sein müssen und sich an der Lebenswirklichkeit der Nutzer orientieren sollten.
 
„Wir haben für den Bereich Nachhaltigkeit, Energie und ÖPNV im Landkreis Lörrach viel getan und es freut uns, dass gerade die Besonderheit unseres grenzüberschreitenden Engagements in Stuttgart gesehen und gewürdigt wird. Die wertvolle Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg für unsere Sondersituation ist keine Selbstverständlichkeit“, so Landrätin Marion Dammann.
 
Der Wettbewerb wird zukünftig alle zwei Jahre ausgelobt. Der Landkreis wird somit erneut im Jahr 2018 teilnehmen.