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Mehr Lebensqualität durch „Aktivierende Hausbesuche“: Ehrenamtliche Bewegungspaten gesucht


Einsamkeit kann zu Bewegungsmangel führen. Es mindert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, das verstärkt wiederum den Rückzug aus dem sozialen Leben. Die Aktivierenden Hausbesuche möchten diesen Kreislauf durchbrechen. Ursprünglich wurde das Konzept von der Kirchlichen Sozialstation Südliches Markgräflerland e.V. 2019 entwickelt. Seit diesem Jahr wird der Ansatz in einer Projektgruppe der Kommunalen Gesundheits- und Pflegekonferenz des Landkreises Lörrach ausgeweitet und mit kooperierenden Einrichtungen landkreisweit vernetzt.

Was sind Aktivierende Hausbesuche?
Aktivierende Hausbesuche richten sich an mobilitätseingeschränkte Personen, die ihre Wohnung nicht mehr selbständig verlassen können. Diese Menschen können bestehende Angebote oder wichtige soziale Beziehungen oftmals nicht mehr wahrnehmen. Nach einem Kennenlerngespräch mit einem ehrenamtlichen, geschulten Bewegungspaten erhalten diese Personen 20 einstündige Hausbesuche durch Bewegungspaten. Bei diesen Besuchen werden Bewegungsübungen durchgeführt, Gedächtnistraining gemacht oder Gespräche geführt, mit dem Ziel durch ein gestärktes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten die Selbständigkeit länger zu erhalten und die Teilnahme an außerhäuslichen Aktivitäten wieder zu ermöglichen. Das Angebot ist kostenlos.

Wie kann man Bewegungspate werden?
Wer Bewegungspate werden möchte, erhält im Vorfeld eine ca. 20-stündige Schulung durch das Belchen Institut. Auch während der Tätigkeit finden regelmäßige Treffen für die Bewegungspaten statt. Die nächste Schulung findet statt am 07., 08. sowie am 14. und 15. Juni 2024. Interessierte können sich unverbindlich an die jeweiligen Ansprechpartner vor Ort wenden. Alle Informationen dazu gibt es unter www.loerrach-landkreis.de/ahb

Hintergrund Kommunale Pflegekonferenz
Im Rahmen Kommunaler Pflegekonferenzen beraten sich die Mitglieder zu Fragen der notwendigen kommunalen Pflege- und Unterstützungsstrukturen, der Schaffung von altersgerechten Quartiersstrukturen – insbesondere unter Einbeziehung neuer Wohn- und Pflegeformen, der kommunalen Beratungsstrukturen für an den Bedarfen orientierte Angebote sowie der Koordinierung von Leistungsangeboten.

Zu den Mitgliedern zählen die kreisangehörigen Städte und Gemeinden, der Landkreis, die zuständige Heimaufsicht sowie Vertretende der vor Ort tätigen ambulanten und stationären Wohn- und Pflegeeinrichtungen oder -dienste, der entsprechenden Interessenvertretungen zur Mitwirkung und Mitbestimmung in den Pflegeeinrichtungen, Pflege- und Gesundheitsfachkräfte, der vor Ort im Ehrenamt und aus der Bürgerschaft Tätigen nach der Unterstützungsangebote-Verordnung, der Träger sowie der Landesverbände der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung, des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, der örtlichen Selbsthilfegruppen und Interessenvertretungen von Menschen, die aufgrund ihres Alters, wegen Krankheit oder Behinderung auf Pflege- und Unterstützung angewiesen sind sowie deren Angehörige.

Die Geschäftsstelle der Kommunalen Pflegekonferenz wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat. Weitere Informationen unter: www.loerrach-landkreis.de/pflegekonferenz