Solarenergie

Photovoltaik

Solaranlage auf einem Dach
Die Photovoltaik (PV) ist ein Teilbereich der Solartechnik. Als Photovoltaik  bezeichnet man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Seit knapp 20 Jahren wird diese Technik zur Stromerzeugung eingesetzt. Sie findet Anwendung  in Kleinanlagen, z.B. auf privaten und gewerblichen Dachflächen. Zunehmend werden aber auch Photovoltaik-Parks mit  mehreren tausend Quadratmeter auf Freiflächen, auf Deponien oder an Schallschutzwänden erreichtet. Die photovoltaische Energiewandlung findet mit Hilfe von Solarzellen, die zu so genannten Solarmodulen verbunden werden, statt. Die erzeugte Elektrizität kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden. Bei Einspeisung der Energie in das öffentliche Stromnetz wird die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt.
Solaranlage auf einem privaten Haus
Zum 1. Juli 2010 kürzte die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Solarstrom, trotzdem ist die installierte Leistung in Deutschland von 2 GW (GigaWatt) in 2005 auf 30 GW Ende 2012 gestiegen.
Die Zahl der Anlagen im Landkreis Lörrach liegt nach Schätzungen bei ca. 1000. Die Stadt Lörrach verfügt über präzise Angaben: Im Stadtgebiet waren Ende 2011 332 Anlagen mit einer Nennleistung von 3.700 kWp in Betrieb. 2009 betrug die Zahl der Anlagen in Rheinfelden 208 mit einer Leistung von ca. 1,6 MW. Die Stadt Weil am Rhein hat auf 8 eigenen Gebäuden insgesamt 220 kWp installiert.

Solarthermie

Solarkollektor
Im Gegensatz zur Photovoltaik, bei der die Sonnenenergie in Strom umgewandelt wird, wird mit solarthermischen Anlagen die Wärmeenergie der Sonne direkt zum Aufheizen von Trägermaterialien / -flüssigkeiten in sogenannten Kollektoren genutzt. Diese Kollektoren können zur Warmwasserbereitung (Wohnungen, Schwimmbäder...), als eigenständige und vollwertige Heizungen, oder zur Unterstützung einer bereits vorhandenen anderweitigen Heizung verwendet werden. Erste Anwendungen der solarthermischen Nutzung gehen bis in die Antike zurück.
Grundsätzlich wird bei den Kollektoren unterschieden zwischen Kollektoren ohne Konzentration der Strahlung und mit Konzentration der Strahlung zur Anhebung der Temperatur. Erstere, Flachkollektoren oder Röhrenkollektoren, arbeiten bei einer durchschnittlichen Temperatur von ca. 80 °C. In ihnen wird das Licht nicht gebündelt, sondern erwärmt direkt  das Wärmeträgermedium, meist ein Wasser-Propylenglykol-Gemisch.
Mit solchen Gemischen kann die Anlage auch bei Minus-Temperaturen betrieben werden. Kollektoren mit Konzentration der Strahlung zur Anhebung der Temperatur arbeiten mit Spiegel- / Reflektorsystemen zur Bündelung / Aufkonzentrierung der einfallenden Strahlungsenergie. Damit können Arbeitstemperaturen bis über 200°C erreicht werden. Als Trägermedien werden deshalb Öle verwendet.
Solarkollektor
Karten für die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung  stellt der Kartendienst der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz) online für den gesamten Landkreis zur Verfügung. Für die Gemeinde Schönau im Wiesental kann die solare Effizienz für die Dachflächen angezeigt werden.