Erdwärme

Oberflächennahe Geothermie (Bohrtiefen bis 400 Meter)

Erwärmebohrung tief
Zur oberflächennahen Geothermie zählen Systeme wie Erdwärmekollektoren, Erdwärmesonden, Energiepfähle oder Grundwasserwärmebrunnen.

Im Landkreis Lörrach existieren derzeit ca. 180 Anlagen mit ca. 600 Erdwärmesonden. Genutzt wird die dabei die Erdwärme, die durchschnittlich etwa 3°C pro 100 Meter zunimmt. Die Leistungen der Anlagen liegen bei ca. 10 bis 100 kW. Die Gesamtleistung aller Anlagen im Kreis liegt bei ca. 3,5 MW. In der Regel dienen die Sonden zur Beheizung und/oder Kühlung von Ein- und Mehrfamilienhäuser und Verwaltungsgebäuden.

Des Weiteren gibt es ca. 15 Grundwasserwärmepumpenanlagen. Hier wird die im Grundwasser gespeicherte Wärme genutzt. Die Leistungen der Anlagen liegen zwischen 10 und 160 kW. Die Gesamtleistung aller Anlagen beträgt ca. 1 MW.

Die Nutzung der oberflächennahen Geothermie im Landkreis ist, bis auf wenige Flächen (besondere Schutzgebiete), nahezu überall möglich.

Das Bürger-GeoPortal Energie und Geothermie (siehe Link rechte Seite) gibt Ihnen eine standortbezogene Erstauskunft über die Nutzungsmöglichkeiten der oberflächennahen Erdwärme im Landkreis Lörrach. Es liefert eine unverbindliche Auskunft zur voraussichtlichen geologischen Eignung eines Grundstücks zum Bau und Betrieb einer Erdwärmesondenanlage.

Tiefengeothermie (Bohrtiefen von 400 Meter bis über 5000 Meter)

Im Kreis Lörrach findet bisher keine Nutzung der Tiefengeothermie statt. Das Potential- auch im Kreis- wird von Experten als sehr hoch eingeschätzt. In Deutschland sind ca. 20 Anlagen im Betrieb mit einer installierten Wärmeleistung von 187 MW. Etwa 90 weitere Anlagen befinden sich derzeit im Bau oder in der Planung. Die Leistungen der einzelnen Anlagen bewegen sich in Bereichen von 5 bis 40 MW.

(Zum Vergleich: Das in Basel ehemals geplante, aber inzwischen eingestellte Projekt der Firma Geopower hatte eine projektierte Leistung von 6 MW Strom und 17 MW Wärme).