Dienstleistung

Wasserschutzberatung

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Die Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) ist eine Verordnung des Umweltministeriums Baden-Württemberg und hat das Ziel, das Grund- und Quellwasser sowie die oberirdischen Gewässer in den Wasserschutzgebieten vor Stoffeinträgen, insbesondere von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln, sowie vor mikrobiellen Verunreinigungen zu schützen.

Sauberes Wasser ist ein wichtiges Gut. Durch die Einhaltung von Bewirtschaftungsregeln auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen in Wasserschutzgebieten, die durch Versuchsflächen immer wieder auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden, wird für die Einhaltung ordnungsgemäßer Nitratwerte im Trinkwasser gesorgt.
Die Beratung der Landwirte durch die Wasserschutzbeauftragte des Landratsamtes Lörrach und die Kontrolle der Flächen im Herbst optimieren die Düngung, Begrünung und Bodenbearbeitung. Die Wasserschutzberatung sorgt so für nachhaltige Erfolge bei der Bemühung um die Reduzierung des Nitrateintrags ins Grundwasser.

Problembereiche und Handlungsbedarf in der Landwirtschaft


Die Landwirtschaft kann Verursacher von Gewässerbelastungen sein. Für Baden-Württemberg ergeben sich als Problemschwerpunkte
  • die Belastung der Oberflächengewässer mit Phosphat,
  • die Belastung der Oberflächengewässer mit Pflanzenschutzmitteln und
  • die Belastung des Grundwassers mit Nitrat.
Im Landkreis Lörrach gibt es lediglich Wasserschutzgebiete, deren Rohwasser ausschließlich mit Nitrat belastet sind. Je nach Höhe der Belastung des Rohwassers mit Nitrat werden die Wasserschutzgebiete in Normal-, Problem- und Sanierungsgebiete eingeteilt.
  • Normalgebiet:

    der überwiegende Anteil der Wasserschutzgebiete im Landkreis Lörrach ist nur gering mit Nitrat belastet (null bis maximal 35 mg Nitrat/Liter Rohwasser)
  • Problemgebiet:

    drei Wasserschutzgebiete mit einer etwas höheren Problemgebiet Grenzach-WyhlenProblemgebiet Schliengen Nitratbelastung des Rohwassers (35-50 mg Nitrat/Liter Rohwasser) befinden sich auf den Gemarkungen Grenzach-Wyhlen, Rümmingen und Schliengen.
  • Sanierungsgebiet:

    ein Wasserschutzgebiet mit einer höheren Sanierungsgebiet Efringen-Kirchen Nitratbelastung des Rohwassers (über 50 mg Nitrat/Liter Rohwasser) befindet sich auf den Gemarkungen rund um Efringen-Kirchen. Die Nitratkonzentration des Brunnenwassers der Messstelle im Pumpwerk Efringen-Kirchen ist von über 70 mg Nitrat/Liter Rohwasser in den 1990-er Jahren auf unter 40 mg Nitrat /Liter Rohwasser gesunken (Messung vom 25.03.2020). Dieser Erfolg ist vor allem auf die Einhaltung und Durchführung der Vorgaben aus der SchALVO und darüber hinaus gehenden Sanierungsmaßnahmen zurückzuführen. Die in diesem Gebiet wirtschaftenden landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe setzen diese Maßnahmen vorbildlich um.
Eine sehr erfolgreiche Maßnahme zur Bindung des Nitrats über die Blühende Zwischenfrucht-Mischungvegetationsfreie Zeit im Herbst und Winter ist die Einsaat einer Zwischenfrucht nach dem Getreideanbau. Hier eignen sich am besten Zwischenfrucht-Mischungen. Durch die vielen verschiedenen Blütenpflanzen in den Mischungen steht auch den Insekten ein großes Nahrungsangebot bis in den späten Herbst hinein zur Verfügung.

Gegenüber einer Reinsaat wie zum Beispiel mit Senf, entfalten Wurzelbild einer Zwischenfrucht-MischungZwischenfrucht-Mischungen durch ihre Artenvielfalt eine bessere Wirksamkeit. Dies führt zu einer Verbesserung  des Bodenlebens, der Bodenstruktur und des Humusaufbaus.


Bewirtschaftungsregeln, die für landwirtschaftlich genutzte Flächen im Wasserschutzgebiet gelten.
 
Ausführliche Informationen zur Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung des Landes Baden-Württemberg und zum Boden- und Gewässerschutz.





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