Dienstleistung

Einschulungsuntersuchung wahrnehmen

Die Einschulungsuntersuchung ist eine gesetzliche Pflichtuntersuchung für alle Kinder, die in Baden-Württemberg eingeschult werden. Schulpflichtig sind alle Kinder, die bis zum 30. September sechs Jahre alt sind.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Untersuchungsheft für Kinder (gelbes U-Heft)
  • Impfausweis (Impfbuch)
  • ausgefüllter Elternfragebogen (freiwillig)
  • falls vorhanden: wichtige Arztberichte

Hinweis: Die Vorlage des Impfbuchs und des Nachweises über die durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) ist verpflichtend.

Wie wird die Einschulungsuntersuchung durchgeführt?

Die Einschulungsuntersuchung erfolgt in zwei Schritten.


Schritt 1:

Ziel der Basisuntersuchung ist, einen Förderbedarf bei Kindern rechtzeitig zu erkennen.
Alle Kinder, die bis zum 30. September des laufenden Schuljahres 4 Jahre alt sind, werden 15-24 Monate vor der termingerechten Einschulung (= im vorletzten Kindergartenjahr) von einer sozialmedizinischen Assistentin des Gesundheitsamts untersucht. Hierzu gehören die Überprüfung des Seh- und Hörvermögens, das Dokumentieren von Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen, Gewicht und Körpergröße und ein Screening zur Sprach- und Schreibentwicklung sowie zur motorischen Entwicklung. Die Untersuchung findet in der Regel in der Kindertageseinrichtung statt, die Sorgeberechtigten können bei der Untersuchung anwesend sein.
Bei Bedarf werden die Kinder zusätzlich zu einer schulärztlichen Untersuchung in der Regel in das Gesundheitsamt eingeladen. Im Rahmen der schulärztlichen Untersuchung kann z.B. ein Sprachstandtest (SET-K 3-5) durchgeführt werden. Bei der schulärztlichen Untersuchung ist die Anwesenheit eines Sorgeberechtigten erforderlich.
Nach der Untersuchung erhalten Sie einen Befundbogen mit Durchschlägen für Ihren Kinder-/bzw. Hausarzt und für die Kindertagesstätte.
Bei Auffälligkeiten erhalten die Sorgeberechtigten eine Empfehlung für eine Förderung des Kindes im häuslichen Bereich und/oder im Kindergarten bzw. zur Vorstellung beim Arzt.

Verfahrensablauf Schritt 1:
Die Einladung zur Einschulungsuntersuchung erhalten Sie vom zuständigen Gesundheitsamt per Post oder über die Kindertageseinrichtung. Haben Sie 15 Monate vor der termingerechten Einschulung noch keine Einladung erhalten, wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt Ihres Wohnsitzes.
Zusammen mit der Einladung erhalten Sie eine Einverständniserklärung und einen Fragebogen. Das Ausfüllen des Fragebogens ist freiwillig. Er soll bei der Einschätzung des Entwicklungsstandes Ihres Kindes, der Bewertung der Untersuchungsergebnisse und bei der Elternberatung helfen. Auch die Erziehungskraft erhält einen Fragebogen zu der bisherigen Entwicklung Ihres Kindes, dessen Auswertung nur mit Ihrer Zustimmung erfolgt.


Schritt 2:

Für die schulärztliche Untersuchung in Schritt 2 werden Kinder bei spezifischen Fragen oder Auffälligkeiten von der zuständigen Grundschule angemeldet. Sie findet in der Regel 3-9 Monate vor der termingerechten Einschulung im Gesundheitsamt statt. In Schritt 2 stehen die Fragen von gesundheitlichen Einschränkungen oder der Schulfähigkeit aus schulärztlicher Sicht im Mittelpunkt.
Nach der Untersuchung erhalten Sie einen Befundbogen mit Durchschlägen für Ihren Kinder-/bzw. Hausarzt und für die Grundschule.
Hinweis: Über Fragen zur Einschulung, wie z.B. vorzeitige Einschulung oder Zurückstellung, entscheidet die zuständige Grundschule.

Anmeldung zu Schritt 2:
Die Anmeldung zu Schritt 2 erfolgt durch die zuständige Grundschule per Post oder Fax direkt beim Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamts.
Anmeldefrist: 1. Dezember.

Erforderliche Anmeldeunterlagen für Schritt 2, die von der Grundschule eingereicht werden müssen:
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Zugehörigkeit zu
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Sonstiges
Weitere Informationen zur Einschulungsuntersuchung finden Sie auch in unserem Flyer.
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Rechtsgrundlage
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weitere Hinweise
  • Hier finden Sie Tipps für einen gelungenen Schulstart
  • Wegweiser für Menschen mit Behinderung