Pressemitteilung

Baumfällarbeiten an Straßen ab Montag, 4. Dezember


Ab Montag, 4. Dezember, bis voraussichtlich Ende Dezember werden im Landkreis Lörrach zahlreiche Eschen gefällt. Diese Maßnahme erfolgt im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht. Grund ist ein Pilzbefall durch das sogenannte Falsche Weiße Stängelbecherchen, der den Holzkörper des ganzen Baumes langsam zerstört und somit brüchig werden lässt. Daher müssen die kranken Bäume vor allem an Straßen und Waldwegen beseitigt werden. Zu temporären Beeinträchtigungen kann es so auf der Bundesstraße 317 zwischen Brandenberg und Fahl sowie Mambach und Fröhn, auf der Landstraße 151 zwischen Präg und Hochkopf und im Zuge der Kreisstraße 6353 zwischen Niederdossenbach und Dossenbach kommen.

Das Absterben der betroffenen Bäume kann über mehrere Jahre fortschreiten. Der Befall ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Die Bäume können noch grüne Blätter tragen und vom Laien als gesund wahrgenommen werden. Sachkundige Mitarbeiter des Landratsamtes untersuchen und bestimmen daher im Vorfeld die entsprechenden Bäume, erklärt der Fachbereich Straßen des Landratsamtes Lörrach.


Pilzbefall löst Eschensterben aus


Im deutschlandweiten Vergleich ist Baden-Württemberg laut Mitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg das Bundesland mit dem größten Eschenvorkommen. Nach der Buche und der Eiche ist die Esche die dritthäufigste Laubbaumart. Schwerpunkte ihrer Verbreitung liegen in der Oberrheinebene und in der Schwäbischen Alb. Seit 2006 breitet sich der für das Eschentriebsterben verantwortliche Pilz rasant aus. Er sorgt bei den befallenen Eschen für ein Absterben von Teilen oder der ganzen Krone. Der mittlere Blattverlust stieg um sieben Prozentpunkte auf 37,2 Prozent. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Alexander Bonde wird in der Mitteilung dazu wie folgt zitiert: „Waren in den vergangenen Jahren lediglich einzelne Bäume befallen, so sind mittlerweile ganze Eschenbestände vom Absterben bedroht. Der Zustand der Esche verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich.“