Pressemitteilung

VerSIErt – Frauen stehen ihren Mann


Am 1. August 1907 wurde mit Mathilde Schlichting bei der Degussa AG (einer Vorgängergesellschaft von Evonik) erstmals eine Frau im kaufmännischen Bereich angestellt. Damit gehört sie zu den Pionierinnen der Frauenbeschäftigung in diesem Unternehmen. Wie Frauen dort seitdem Karriere gemacht haben, zeigt die Ausstellung „VerSIErt. Frauen machen Geschichte bei Evonik“. Sie ist vom 25. April bis zum 23. Mai im Landratsamt Lörrach zu den regulären Öffnungszeiten (montags bis freitags von 8 Uhr bis 12:30 Uhr sowie donnerstags von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr) im Foyer und auf der ersten Etage in der Palmstraße 3 zu sehen. Zusätzlich werden acht Führungen angeboten.

Mit dem Motto „Frauen mit Zukunft – Region mit Zukunft“ wirbt auch das Regionale Bündnis für Chancengleichheit, das der Landkreis seit 2012 gemeinsam mit der Stadt Lörrach verfolgt. Das Landratsamt freut sich daher, eine Ausstellung präsentieren zu können, die Licht auf die oft wechselhafte Geschichte von Frauen in der Arbeitswelt, hier am Beispiel der chemischen Industrie, wirft.

Als erstes Chemieunternehmen im deutschsprachigen Raum hat sich Evonik in einer Ausstellung intensiv mit der Entwicklung der Beschäftigung von Frauen im eigenen Unternehmen auseinandergesetzt und die historischen Hintergründe dargestellt. Anhand zahlreicher Fotos, Dokumente und Objekte aus den Beständen des Konzernarchivs werden Frauen in einem lange Zeit männerdominierten Berufsumfeld porträtiert. „Es geht um typische und eher untypische Karrierewege, unterschiedliche Lebensentwürfe, aber auch um das Aufzeigen von Grenzen – und der Strategien, diese allmählich zu überwinden“, erläutert Dr. Andrea Hohmeyer, Leiterin des Konzernarchivs von Evonik.

Die Ausstellung gastierte bereits im Frühjahr 2016 am Evonik-Standort Rheinfelden. „Für uns ist es heute selbstverständlich, dass Frauen einen maßgeblichen Beitrag zum Erfolg unseres Unternehmens leisten“, so Standortleiter Peter Dettelmann. „Obwohl wir ein Produktionsstandort sind, liegt der Frauenanteil bei uns in Rheinfelden bei 16 Prozent, auf der Führungsebene sogar bei 25 Prozent“, erklärt Dettelmann, der sich erfreut darüber zeigt, dass die Ausstellung „VerSIErt“ nun auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich sein wird.

Führungen: In 60 Minuten durch 110 Jahre


In etwa einstündigen Führungen nehmen Dr. Andrea Hohmeyer und Konzernhistoriker Ralf Peters Interessierte auf eine historische Zeitreise durch die Arbeitswelt der Frau in der chemischen Industrie mit. Die Termine werden, nur mit Voranmeldung, wie folgt angeboten: Donnerstag, 11. und 18. Mai, jeweils 14:00 Uhr und 15:30 Uhr sowie Freitag, 12. und 19. Mai, jeweils 09:30 Uhr und 11:00 Uhr.

Ausstellungseröffnung am Freitag, 28. April


Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 28. April, um 16 Uhr im großen Sitzungssaal des Landratsamts Lörrach lädt Landrätin Marion Dammann Bürgerinnen und Bürger herzlich ein.

Sowohl zur Ausstellungseröffnung (Anmeldefrist: 21. April) als auch für die kostenlosen Führungen können sich Interessierte per E-Mail unter gs3og@loerrach-landkreis.de oder telefonisch unter 07621/410-1257 ab sofort anmelden.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.evonik.de/frauenausstellung

Bürokräfte waren ab 1906 die ersten weiblichen Angestellten. Das Foto aus Krefeld zeigt ein damals ganz modernes Schreibbüro, das typisch für die Zeit vor 1914 gewesen sein dürfte. Bürokräfte waren ab 1906 die ersten weiblichen Angestellten. Das Foto aus Krefeld zeigt ein damals ganz modernes Schreibbüro, das typisch für die Zeit vor 1914 gewesen sein dürfte.
Wenn Frauen in den Betrieben arbeiteten, dann lange vor allem am Ende der Produktionskette bei der Verpackung. Diese Frauen waren in Darmstadt 1923 mit dem Abfüllen und Verpacken eines Einweichmittels für Wäsche beschäftigt. Wenn Frauen in den Betrieben arbeiteten, dann lange vor allem am Ende der Produktionskette bei der Verpackung. Diese Frauen waren in Darmstadt 1923 mit dem Abfüllen und Verpacken eines Einweichmittels für Wäsche beschäftigt.
Wenn Frauen in den Betrieben arbeiteten, dann lange vor allem am Ende der Produktionskette bei der Verpackung. Diese Frauen hier waren 1953 mit dem Abfüllen und Verpacken von Feuerzeugbenzin und Zündsteinen beschäftigt. Wenn Frauen in den Betrieben arbeiteten, dann lange vor allem am Ende der Produktionskette bei der Verpackung. Diese Frauen hier waren 1953 mit dem Abfüllen und Verpacken von Feuerzeugbenzin und Zündsteinen beschäftigt.
In immer mehr Berufen konnte auf die weibliche Arbeitskraft ab den 1960er Jahren nicht mehr verzichtet werden. Das Foto zeigt die Ausbildung von Laborjungwerkerinnen in Marl. In immer mehr Berufen konnte auf die weibliche Arbeitskraft ab den 1960er Jahren nicht mehr verzichtet werden. Das Foto zeigt die Ausbildung von Laborjungwerkerinnen in Marl.
Heute stehen Frauen ihren Mann – auch als Industriemechanikerinnen im Anlagenbau, wie Ausbilderin Julia Streb (links) und Auszubildende Larissa Dücker (rechts) in einer Produktionsanlage in Hanau-Wolfgang beweisen. Heute stehen Frauen ihren Mann – auch als Industriemechanikerinnen im Anlagenbau, wie Ausbilderin Julia Streb (links) und Auszubildende Larissa Dücker (rechts) in einer Produktionsanlage in Hanau-Wolfgang beweisen.