CBRN-Gefahren

Wir leben in einer Industriegesellschaft und profitieren von den Möglichkeiten der modernen Technik. Aber keine Technik ohne Risiken. So gehört es – bei allen Sicherheitsstandards – auch zu unserem Leben, dass gefährliche Stoffe freigesetzt werden können. Zum Beispiel bei einem Unfall eines Gefahrguttransporters, einem Brand in einer Fabrik oder einem Lager mit chemischen Produkten. Die Gefahren durch chemische, biologische, radiologische und nukleare Stoffe werden als sogenannte CBRN-Gefahren bezeichnet.

Im Landkreis Lörrach gibt es mehrere dieser Gefahrenquellen. Neben mehreren Betrieben mit erhöhtem Gefahrenpotenzial sind das auch die Gefahrgut Transporte auf den Straßen und Schienen des Landkreises und 2 atomare Anlagen in unmittelbarer Grenznähe. Um sich bei einem Unfall mit CBRN-Gefahrstoffen bestmöglich zu schützen, sollten sie die folgenden Punkte beachten.

Das können Sie tun:

Bei einem Unfall mit Freisetzung von Radioaktivität in einer atomaren Anlage in der Grenznähe zu Deutschland gibt es einige Besonderheiten. Um die Menschen bestmöglich zu schützen, ist die Umgebung von Kerntechnischer Anlagen in 3 Zonen eingeteilt:

  • Zentralzone im Radius von 5km
  • Mittelzone mit einem Radius von 20 km
  • Außenzone mit einem Radius von 100 km

Mit Ausnahme kleiner Gebiete im Osten des Landkreises befindet sich der Landkreis Lörrach in den Außenzonen.

Je nach Zone und Windrichtung werden unterschiedliche Maßnahmen getroffen, um die Menschen zu schützen. Dazu zählen Evakuierung, Jodtablettenausgabe oder die Anordnung zum Aufenthalt in Gebäuden. Für die Planung der Maßnahmen und die Anordnung im Ereignisfall ist das Regierungspräsidium Freiburg zuständige Behörde.

Fragen zur Verteilung von Jodtabletten