CORONA-VIRUS: Infektionen vorbeugen


Auch im Landkreis Lörrach gelten die allgemeinen Empfehlungen des Robert-Koch Instituts zu COVID-19. Allgemein gilt, dass das Infektionsrisiko insbesondere für Grippe und grippeähnliche Erkrankungen bei Aufenthalt in Menschenmengen insbesondere in geschlossenen Räumen höher ist als bei Aufenthalt unter freiem Himmel und Kontakt zu einem kleineren Personenkreis.

Sowohl das Robert-Koch-Institut als auch das Landesgesundheitsamt und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben auf ihren Internetseiten viele Informationen für Bürgerinnen und Bürger eingestellt.

Für Gaststätten und Hotelbetriebe hat die Dehoga ein Merkblatt zusammengestellt.

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützt das Einhalten von Hygieneregeln vor einer Übertragung des neuartigen Corona-Virus und hilft, die rasche Verbreitung der Infektionskrankheit in der Bevölkerung zu verringern.
 
Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Dazu zählen:
  • Händeschütteln vermeiden
  • Anhusten und Anniesen vermeiden
  • Berührung von Augen, Nase oder Mund vermeiden
  • Zum Naseputzen nur Einmal-Taschentücher verwenden und sie sicher im Mülleimer entsorgen
  • Räume häufig und intensiv lüften
  • Hände gründlich waschen -  vor der Nahrungsaufnahme, nach Berührungskontakten und nach WC-Benutzung
  • Hände desinfizieren nach Berührungskontakt mit Grippekranken

Welche Personen zählen zu den Risikogruppen für einen schweren
Krankheitsverlauf?

Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf einer Corona-Virus-Erkrankung (COVID-19) besteht nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Menschen, die 50-60 Jahre und älter sind. Das Risiko an der Krankheit zu versterben steigt ebenfalls mit dem Alter. Besonders betroffen sind Menschen, die 80 Jahre und älter sind. Hintergrund hierfür ist, dass das Immunsystem mit zunehmendem Alter auf Infektionen weniger gut reagiert als bei Jüngeren.

Unabhängig vom Alter besteht ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Menschen mit Grunderkrankungen. Dazu zählen vor allem: - Chronische Atemwegserkrankungen
- Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Diabetes
- Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
- Krebs

Wie können sich Risikopersonen schützen?

Die allgemeinen Hygienemaßnahmen gelten für Risikopersonen in besonderem Maße:
- Gute Händehygiene: häufiges Händewaschen mit Seife
- Abstand halten zu Menschen, die niesen oder husten
- Einwegtaschentücher benutzen
- Nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen
- Auf Händeschütteln und engen Körperkontakt wie Umarmung zur Begrüßung verzichten
- Bei Auftreten einer durch Viren verursachten Lungenentzündung können zusätzliche
Infektionen durch Bakterien begünstigt werden, daher gilt für Personen die 60 Jahre
oder älter sind und für Personen die an bestimmten Grunderkrankungen leiden:
  • Sprechen Sie Ihren Arzt auf eine Pneumokokken-Impfung an, sofern Sie nicht schon einen Impfschutz haben.
Im Alltag sollten soziale Kontakte so weit als möglich reduziert werden. Dabei sollten
folgende Tipps beachtet werden:

- Einkäufe außerhalb der Haupteinkaufszeiten erledigen oder Einkäufe vor die Wohnungstür liefern lassen (z. B. von Familienangehörigen, Nachbarn)
- Öffentliche Nahverkehrsmittel möglichst außerhalb der Stoßzeiten nutzen und Handschuhe tragen, um Erregerübertragung über die Hände zu vermeiden

Welche Aktivitäten sind ohne Risiko möglich?

Freizeit- oder Sportaktivitäten an der frischen Luft (z. B. Spaziergang, Fahrradfahren)

Quelle: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg
(Stand: 24.03.2020)


Maskenpflicht

Ab dem 27. April gilt in Baden-Württemberg eine Pflicht, beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Maske zu tragen.

Personen nach ihrem sechsten Geburtstag müssen im öffentlichen Personennahverkehr, also zum Beispiel in U-Bahnen und Bussen sowie an Bahn- und Bussteigen in Läden und Einkaufszentren
eine Alltagsmaske oder andere Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Diese Pflicht gilt nicht, wenn dies aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist, wenn es behinderungsbedingt nicht möglich ist. Sie gilt auch nicht, wenn es einen anderen mindestens gleichwertigen baulichen Schutz gibt, etwa für Kassierer und Kassiererinnen, die hinter einer Plexiglasscheibe arbeiten.

Für die Bevölkerung empfiehlt das Robert Koch - Institut das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) (textile Barriere im Sinne eines MNS) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum.
Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Eine solche Schutzwirkung ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, sie erscheint aber plausibel.  

Die Verwendung von Visieren anstelle von MNB wird derzeit bereits von verschiedenen Herstellern beworben, ohne dass Belege für die Äquivalenz dieser Ersatzmaßnahme vorliegen.

Gemäß den Hinweisen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für Anwender zur Handhabung von „Community-Masken“ (MNB) muss die Maske richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass fest gewebte Stoffe in diesem Zusammenhang besser geeignet sind als leicht gewebte Stoffe.  

Durch das Tragen einer MNB können gemäß BfArM die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Visiere dagegen könnten i.d.R. maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen.  

Die Verwendung von Visieren kann daher nach unserem Dafürhalten nicht als gleichwertige Alternative zur MNB angesehen werden.  

Fragen und Antworten zur Maskenpflicht (Landesregierung Baden-Württemberg)

Hinweise des Robert-Koch-Instituts zur Verwendung von Masken (MNS, FFP-Masken sowie Mund-Nasen-Bedeckung)

Die Crowd-Helping-Aktion in Zeiten von Corona  #StayHomeAndSew

(Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Masken nähen)




(Stand: 28.04.2020)
Empfehlung des Robert-Koch-Instituts:

"Für die Bevölkerung empfiehlt das RKI das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) (textile Barriere im Sinne eines MNS) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum.

Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Eine solche Schutzwirkung ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, sie erscheint aber plausibel. 

Die Verwendung von Visieren anstelle von MNB wird derzeit bereits von verschiedenen Herstellern beworben, ohne dass Belege für die Äquivalenz dieser Ersatzmaßnahme vorliegen.

Gemäß den Hinweisen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für Anwender zur Handhabung von „Community-Masken“ (MNB) muss die Maske richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass fest gewebte Stoffe in diesem Zusammenhang besser geeignet sind als leicht gewebte Stoffe. 
Durch das Tragen einer MNB können gemäß BfArM die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden.

Visiere dagegen könnten i.d.R. maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen. 

Die Verwendung von Visieren kann daher nach unserem Dafürhalten nicht als gleichwertige Alternative zur MNB angesehen werden. 

Es bleibt natürlich jedem Bürger frei, der aus medizinischen oder anderen triftigen Gründen keine MNB tragen kann, aber dennoch zeigen möchte, dass er die derzeit getroffenen Maßnahmen für die Bevölkerung unterstützt und dadurch einen, vielleicht auch nur minimalen, Beitrag leisten möchte, ein Visier zu tragen."



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Infofilm: Alles, was Sie über das Coronavirus wissen müssen

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung