Pressemitteilung

Auftakt: Daten für landkreisweite Wärmeplanung


Das Modellprojekt der landkreisweiten Wärmeplanung ist mit der Datenerhebung zur Feststellung des Ist-Zustandes der Wärmeversorgung im Landkreis Lörrach angelaufen. In dieser ersten Projektphase werden Daten zu Wärmeverbräuchen, Wärmeversorgungseinrichtungen, Abwärmepotenzialen und weitere Informationen über Schornsteinfeger, Kommunen, Unternehmen und Energieversorger erfasst. Der Landkreis hat die Aufgabe der Datenerhebung von den Gemeinden übernommen und das mit dem Projekt beauftragte Konsortium endura kommunal/ greenventory/ Ifok damit betraut.

„Ich freue mich sehr, dass wir alle 35 Städte und Gemeinden in das Projekt einbinden konnten. Nur so schaffen wir es, Synergien auszuloten – wie die Verknüpfung von Wärmeüberschüssen und Wärmebedarfen. Hiermit können wir eine ökonomisch und ökologisch optimierte Wärmeplanung für unseren Landkreis erstellen. Dieses Projekt ist ein weiterer wichtiger Baustein in den umfangreichen Aktivitäten des Landkreises für mehr Klimaschutz“, so Landrätin Marion Dammann. „Mit dem Auftakt der Datenerhebung schaffen wir die notwendige Grundlage für eine klimaneutrale und auf unsere Region zugeschnittene Wärmeplanung.“

Der Landkreis hat sich in dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Modellprojekt „Unternehmensunabhängige interkommunale Wärmeplanung (UIWP)“ das Ziel gesetzt, die Wärmeversorgung des Kreises bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu gestalten. Der erste Schritt hierzu ist die Erstellung einer Wärmeplanung. Alle Kreisgemeinden haben sich positiv für das Projekt ausgesprochen, einige Kommunen sind im Bereich klimaneutraler Wärmeversorgung bereits aktiv und haben auf lokaler Ebene Wärmenetze aufgebaut.

Die Datenerhebung wird im Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg geregelt. Zum Teil enthalten die Daten personenbezogene Informationen und unterliegen deswegen entsprechenden Datenschutzvorschriften. Nach Fertigstellung der Wärmeplanung werden sie wieder gelöscht.

Land fördert Modellprojekt
Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Projekt großzügig, um die Erfahrungen und Ergebnisse auch anderen Kommunen als Informationsquelle und Handlungsanleitung zur Verfügung stellen zu können.

Das in 2020 beschlossene novellierte Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg fordert, die nach wie vor durch fossile Energieträger wie Heizöl und Gas dominierte Wärmeversorgung klimaneutral auszurichten. Bis 2023 sind bereits alle großen Kreisstädte des Landes zur Erstellung einer Wärmeplanung verpflichtet. Für kleinere Kommunen existieren entsprechende Förderprogramme, um sich mit dem Thema Wärmeversorgung befassen zu können. Auch auf Landesebene soll das Ziel der klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2050 erreicht sein.

Interessierte können sich bei Fragen zum Projekt an Dr. Georg Lutz (dr.georg.lutz@loerrach-landkreis.de) oder Inga Nietz (inga.nietz@loerrach-landkreis.de) wenden. Weitere Informationen unter: /Klimaschutz/Waermewende.