Pressemitteilung

Lörracher LEV wird Teil einer bundesweiten Expertengruppe für Agrarnaturschutzmaßnahmen


Hannes Röske vom Lörracher LEV gehört nun einer bundesweiten Expertengruppe an. Gemeinsames Ziel ist der Erhalt von regionaltypischen Kulturlandschaften.  Foto: Landratsamt Lörrach

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hat mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ein Projekt zur zukünftigen Koordination und Organisation von überbetrieblichen Agrarnaturschutzmaßnahmen initiiert und eine beratende Expertengruppe einberufen. Hannes Röske vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) Lörrach wird als einziger Fachmann aus Baden-Württemberg Teil dieser bundesweiten Expertengruppe und zusammen mit weiteren Vertretern aus Landschaftspflegeorganisationen den DVL in dieser Sache beraten.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft ist vielen Landbewirtschaftern ein großes Anliegen. Naturschutzmaßnahmen werden in vielen Betrieben umgesetzt und sind Teil der Betriebskonzepte der landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Lörrach. Blühstreifen werden entlang von Wegen angelegt oder artenreiche Mähwiesen und großflächige Weideflächen nur extensiv genutzt. In zahlreichen Fällen ist der LEV Lörrach beteiligt und berät die einzelnen Betriebe bei der Umsetzung und Förderung der wirksamen Maßnahmen.

„Um diese großartige und wichtige Arbeit der Landwirte, Weidegemeinschaften und Vereine zu unterstützen, fördern das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union die extensive und naturnahe Landbewirtschaftung durch sogenannte Agrarnaturschutzmaßnahmen“ erklärt Hannes Röske und nennt als Beispiel die großen Weideflächen auf der Stuhlsebene oberhalb der Gemeinde Schönenberg. Hier bewirtschaftet die Weidegemeinschaft Rabenfels circa 65 Hektar Weidefläche gemeinschaftlich mit Rindern und Ziegen und erhält dafür am Ende des Jahres eine Förderung im Rahmen der Agrarnaturschutzmaßnahmen. Es handelt sich um eine überbetriebliche Förderung, da sich hier mehrere Landbewirtschafter zusammengetan und die Förderung gemeinsam beantragt haben.

„Die Überbetrieblichkeit hat auf den Allmendweiden des Südschwarzwalds eine bis heute andauernde, jahrhundertealte Tradition. Dass sie funktioniert, zeigen die großflächigen, offenen Hänge“ so Röske und freut sich auf die künftige Aufgabe: „Wir können nun in der Expertengruppe unsere langjährigen Erfahrungen in der überbetrieblichen Naturschutzförderung mit anderen teilen und dazu beitragen, neue Konzepte für die Naturschutzförderung zu entwickeln.“