Pressemitteilung

Erste Aussaataktion für ein „Blühendes Schonach“


Einsaat der Blühflächen im Kurgarten von Schonach (von links: Bürgermeister Jörg Frey, Werkhofmitarbeiter Andreas Fischer und Gemeindegärtnerin Michaela Kienzler).Pressemitteilung des Naturpark Südschwarzwald

Bereits im Jahr 2013 startete der Naturpark Südschwarzwald seine Kampagne „Blühender Naturpark“, an der sich mittlerweile mehr als 60 Mitgliedsgemeinden beteiligen. Gemeinsam mit ihnen und anderen Partnern, wie Naturschutzverbänden und Imkervereinen, soll dem deutlichen Rückgang der Insektenfauna entgegengewirkt werden. Durch das Ausbringen von gebietsheimischen Blumensaaten auf innerörtlichen Flächen und eine zielgerichtete Pflege dieser Bereiche werden der Lebensraum und das Nahrungsangebot für Wildbienen, Schmetterlinge und andere gefährdete Insektenarten erhalten. Zugleich soll die Öffentlichkeit über die Ziele und den Charakter der Maßnahmen informiert werden, um Akzeptanz zu erreichen und um potenzielle Nachahmer anzusprechen.

Die Gemeinde Schonach ist neben Freiamt eine von zwei Pilotgemeinden, in denen die Kampagne nun mit Hilfe von Bad Dürrheimer Mineralbrunnen auf besonders breiter Basis umgesetzt werden soll. Über öffentliche Informationsveranstaltungen und die Bildung eines Netzwerks zwischen Expertinnen und Experten sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern soll das Thema Blühflächen und Wiesen im Bewusstsein der Bevölkerung verankert und dauerhaft vorangebracht werden. Vorbild hierfür ist auch die Aktion „Bad Dürrheim blüht auf“, die von der Bad-Dürrheimer-Mineralbrunnen-Gesellschaft vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde und seither sehr erfolgreich zusammen mit zahlreichen Mitwirkenden aus dem Kurort umgesetzt wird.
Zum Auftakt dieser intensivierten Kampagne hatte es bereits am 8. Oktober 2019 eine erste Informationsveranstaltung im Schonacher Rathaus gegeben, die auf reges Interesse der Bevölkerung gestoßen war. Damals hatte Holger Wegner vom Naturpark Südschwarzwald über das Insektensterben informiert und die Kampagne „Blühender Naturpark“ vorgestellt. Bad Dürrheimer Mineralbrunnen als „Botschafter für den blühenden Naturpark“ war ebenfalls zugegen. Geschäftsführer Ulrich Lössl verdeutlichte die enge Beziehung von artenreicher Vegetation und gesundem Boden, auf dem sie wächst und durch den ein reines Wasser fließt. Dies komme nicht zuletzt in der „Bio“-Zertifizierung des Mineralwassers von Bad Dürrheimer zum Ausdruck. So kommen die Maßnahmen beim Insektenschutz letztlich dem Mineralbrunnen zugute. Mit Hilfe des von Bad Dürrheimer und dem Naturpark unterstützten Projekts möchte nun auch die Gemeinde Schonach verstärkt insektenfreundliche Maßnahmen auf den gemeindeeigenen Freiflächen umsetzen. Bürgermeister Jörg Frey betonte: „Die Aktivitäten der Gemeinde sollen beispielgebend sein und die Bürgerinnen und Bürger animieren, in ihren Gärten und auf ihren Balkonen ebenfalls insektenfreundliche Maßnahmen umzusetzen.“ Denn auch kleine Flächen zählen: Von der Wildblumensaat im Balkonkasten oder einem heimischen Gehölz im Vorgarten bis hin zum Zierrasen, der nur noch zwei oder dreimal jährlich gemäht wird und sich langsam zu einer Blumenwiese entwickelt – man kann zahlreiche Ideen selbst umsetzen.

Wie bereits bei der Veranstaltung im Oktober angekündigt, wurden nun als erste Aktion zwei prominent im Kurgarten gelegene Flächen mit gebietsheimischen Wildblumensamen eingesät. Sie haben eine Gesamtgröße von rund 1.500 Quadratmetern. Werkhofmitarbeiter Andreas Fischer und Gemeindegärtnerin Michaela Kienzler führten die Einsaat per Hand durch. Vorher hatten sie die Flächen im Abstand von mehreren Wochen mehrmals gefräst und geeggt, damit sie möglichst frei von unerwünschten Beikräutern sind. Nun freuen sie sich zusammen mit dem Bürgermeister, dass hier alles bald blüht und die Blühflächen einen neuen Aspekt in den Kurgarten bringen.

Das verwendete Saatgut besteht aus überwiegend mehrjährigen Kräuterarten und heimischen Gräsern, die sich im Laufe der Zeit zu einer vielfältigen, dauerhaften Wiese entwickeln sollen. Damit jedoch bereits im ersten Jahr optische Effekte der Maßnahme sichtbar werden, enthält die Mischung auch einjährige Feldblumen, z. B. Klatschmohn. Im Sommer werden die ersten Blüten erscheinen.

Leider war es coronabedingt nicht möglich, dass Schülerinnen und Schüler der Dom-Clemente-Schule bei der Aussaat helfen. Aber die Schule und auch der Rotary-Club möchten sich in Zukunft aktiv an dem Projekt beteiligen.

Ein wichtiges Element des Projekts „Blühendes Schonach“ ist eine Projektgruppe aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die Ideen für Veranstaltungen zum Thema Naturschutz im Garten entwickeln und auch Mitbürgerinnen und Mitbürger bei der Umsetzung unterstützen möchten. Der Naturpark bringt sich bei der inhaltlichen Schulung der Gruppe ein. Wer an einer Mitwirkung in der Projektgruppe interessiert ist, kann sich auf dem Rathaus bei Heidi Spitz (per E-Mail an h.spitz@schonach.de oder per Telefon unter 07722 96481-12) melden.

Blühender Naturpark – Leistungen des Naturparks Südschwarzwald


Der Naturpark Südschwarzwald bietet Beratungen für Kommunen, ehrenamtliche Initiativen, Imkervereine und Unternehmen zur insektenfreundlichen und biodiversitätsfördernden Gestaltung von Grünflächen an. Falls eine Neuansaat erforderlich ist, empfiehlt er auch verschiedene standortangepasste Saatmischungen mit heimischen ein- und mehrjährigen Pflanzenarten. Die seit 2013 in den Naturparkgemeinden angesäten Flächen werden mit ansprechenden Hinweisschildern gekennzeichnet. Ein Faltblatt informiert über die Kampagne und eine Wanderausstellung kann kostenlos ausgeliehen werden. Die Kampagne wird gefördert mit Mitteln des Landes Baden-Württembergs und der Lotterie Glücksspirale. Weitere Informationen zum „Blühenden Naturpark Südschwarzwald“ finden Sie unter www.bluehender-naturpark.de.
Ansprechpartner:
Holger Wegner, Naturpark Südschwarzwald
Tel. 07676 933 6-15, E-Mail holger.wegner@naturpark-suedschwarzwald.de

Bad Dürrheimer Mineralbrunnen


Höchste Reinheit und beste Qualität – von der Quelle bis zur Flasche – das ist für Bad Dürrheimer Mineralbrunnen seit der Gründung 1958 oberste Prämisse. Aus sieben regionalen Quellen in Schutzgebieten der Naturlandschaft Schwarzwald und aus bis zu 170 Metern Tiefe fördert Bad Dürrheimer einzigartiges Mineralwasser. Mächtige Gesteinsschichten bewahren das über hundert Jahre von der Natur gefilterte, reine Wasser und schützen es bestmöglich vor Umwelteinflüssen.

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Über die Zertifizierung als Bio-Mineralwasser: Heute ist längst nicht mehr jedes Wasser natürlich rein. Inzwischen sind in vielen Gewässern zahlreiche verunreinigende Stoffe angekommen, wie zum Beispiel Arzneimittelrückstände, Pestizidabbauprodukte oder Nitrat aus der Landwirtschaft. Bei Bio-Mineralwasser ist die Reinheit garantiert – dafür steht das Bio-Siegel und die damit einhergehenden strengen Qualitätskontrollen der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e. V. Darüber hinaus verpflichten sich Bio-Mineralwasser-Abfüller, umfangreiche Maßnahmen für den Umwelt- und Grundwasserschutz umzusetzen, denn bestes Bio-Mineralwasser ist langfristig nur mit schadstofffreien Böden sichergestellt.