Pressemitteilung

Neues Risikogebiet Grand Est: Landratsamt gibt Empfehlungen für Reisende und Arbeitgeber


Das Robert-Koch-Institut hat heute (11. März) die Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) ebenfalls zum Risikogebiet erklärt. Damit gilt auch für Rückkehrer aus diesen Gebieten, dass sie sich bei grippeähnlichen Symptomen telefonisch mit dem Hausarzt in Verbindung setzen sollten.

„Weiterhin ist die Strategie, eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Wir empfehlen daher den Landkreiseinwohnerinnen und –einwohnern eindringlich, alle Besuche, Fahrten und nicht notwendigen Kontakte in die Region Grand Est sowie in alle anderen Risikogebiete nach Möglichkeit zu unterlassen“, erklärt Michael Laßmann, Gesundheitsdezernent im Landkreis Lörrach.

Weiter empfiehlt das Gesundheitsamt des Landkreises allen Personen, die in die Region Grand Est zur Arbeit pendeln, entsprechend der Empfehlung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten zunächst nach Möglichkeit 14 Tage zu Hause bleiben. Die Entscheidung obliegt jedoch dem jeweiligen Arbeitgeber. Für sich hat das Landratsamt als Arbeitgeber bereits gestern entschieden, seine betroffenen Mitarbeitenden aus dem Elsass zunächst nicht zur Arbeit kommen und nach Möglichkeit Homeoffice machen zu lassen.

Für Veranstaltungen im Landkreis hält das Landratsamt weiter an seiner bisherigen Empfehlung vom 4. März fest: Bis zu einer Größe von 200 Personen liegt die Risikobewertung in der Eigenverantwortung des Veranstalters, verschiebbare Veranstaltungen sollten aber nach Möglichkeit verschoben werden. Es gilt zudem die allgemeine Empfehlung an die Bevölkerung Menschenansammlungen zu meiden. Ab 200 bis 1000 Personen gelten die „Allgemeinen Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen“, die die Bundesregierung zur Verfügung gestellt hat. Der Veranstalter muss sich in diesen Fällen an die jeweilige Ortspolizeibehörde wenden, die auf der Grundlage der jeweiligen Risikobewertung über die Durchführung der Veranstaltung entscheidet.

Die Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums hat noch einmal die Einschätzung des Landratsamts bestätigt, dass Veranstaltungen ab 1000 Personen aktuell nicht durchführbar sind. Das Land Baden-Württemberg bereitet aktuell insofern ein formelles Verbot vor.
Das Landratsamt empfiehlt darüber hinaus auch, Behördengänge zu vermeiden und, wenn möglich, per Telefon oder E-Mail Kontakt mit den Mitarbeitenden aufzunehmen.

Seit gestern ist für Landkreiseinwohnerinnen und -einwohner ein Bürgertelefon für Fragen zu Corona-Verdachtsfällen und zur COVID19-Erkrankung geschaltet. Unter 07621/410-8971 stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts montags bis mittwochs sowie freitags von 8:30 Uhr bis 16:30 Uhr und donnerstags von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr zur Verfügung. Ebenfalls können über die neue E-Mail-Adresse covid19@loerrach-landkreis.de Fragen gestellt werden, die zeitnah beantwortet werden. Auf der Seite www.loerrach-landkreis.de/infektionsschutz werden die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Corona-Virus laufend aktualisiert.

Darüber hinaus wurde nun eine zentrale Abstrichstelle eingerichtet, die von der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben wird, wie in der Pressemitteilung des gestrigen Tages, 11. März, berichtet wurde. Damit sollen sowohl die Arztpraxen entlastet, als auch das Ansteckungsrisiko in den Wartezimmern minimiert werden. Die Abstrichstelle ist nicht frei zugänglich. Nur wenn ein vom Arzt festgestellter begründeter Verdachtsfall vorliegt, wird der Patient an das Gesundheitsamt gemeldet, das dann wiederum den Patienten zum Abstrich einbestellt. Das Gesundheitsamt bittet daher weiterhin ausdrücklich darum, das Abstrichzentrum nicht eigenständig aufzusuchen.

Aufgrund der derzeitigen Situation hat das Landratsamt bereits vor mehreren Wochen eine dezernatsübergreifende Steuerungsgruppe gemeinsam mit den Kliniken eingerichtet. Ein Austausch mit den Rettungsdiensten, der Feuerwehr, der Polizei sowie den weiteren Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zum aktuellen Geschehen hat ebenfalls stattgefunden.

„Die allgemeine Lage sowie die Situation im grenznahen Raum ändert sich gerade laufend. Wir stehen mit den beteiligten Behörden in Kontakt. Die Situation wird von uns nach Maßgabe der Ereignisse permanent neu bewertet und die Maßnahmen falls erforderlich angepasst“, erläutert Landrätin Marion Dammann.