Pressemitteilung

Röttlerwaldjagd am Samstag, 7. Dezember


Die revierübergreifende Röttlerwaldjagd im Waldgebiet zwischen Lörrach, Wittlingen, Kandern und Steinen findet dieses Jahr am Samstag, 7. Dezember, statt. Das Landratsamt und die Veranstalter bitten darum, das Jagdgebiet an diesem Tag möglichst zu meiden, auch Privatwaldbesitzer und Personen, die eine Schlagraum-Berechtigung besitzen. Aus Sicherheitsgründen vorgenommene Wegsperrungen müssen unbedingt beachtet werden. Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) sei diese Jagd unerlässlich, wie die Forst- und Jagdbehörde mitteilt.

Traditionell führen die Jagdreviere Hägelberg, Hauingen, Kandern, Schlächtenhaus, Wittlingen sowie Wollbach, zusammen mit den Staatsjagdbezirken Röttlerwald und Heuberg, am ersten Samstag im Dezember eine gemeinsame Jagd auf Wildschweine, Rehe und Füchse durch. Vor allem Wildschweine sollen weiter reduziert werden. Nur dadurch lasse sich das Risiko, dass Wildschweine vom ASP-Virus befallen werden und diese Tierseuche weiterverbreiten, wirksam herabsetzen, so Thomas Unke, Leiter des Fachbereichs Waldwirtschaft im Landratsamt.

Die Bemühungen der Jäger, die Wildschweine zu reduzieren, seien im Landkreis Lörrach in den letzten Jahren durchaus erfolgreich gewesen, erläutert Unke. Er verweist hierbei auf die Jagdstatistik, die seit 2012 einen abnehmenden Trend zeige. Doch als Folge des Klimawandels gebe es immer weniger schneereiche, zu einer Dezimierung der Wildschweine beitragende Winter. Nun gehe es darum, zur Vorbeugung gegen die ASP den Bestand an Wildschweinen nicht wieder anwachsen zu lassen, sondern möglichst noch weiter abzusenken. Die ASP sei mittlerweile in Polen bis auf 80 Kilometer an die deutsche Grenze herangerückt.

Das Landratsamt und die Veranstalter der Röttlerwaldjagd bitten um Verständnis dafür, dass mit der Jagd Einschränkungen für Waldbesucher verbunden sind.

Hintergrundinformationen


Die für Menschen völlig ungefährliche ASP grassiert seit Jahren in Osteuropa in Wild- und Hausschwein-Beständen. Einen Impfstoff gegen die ASP gibt es nicht. Die Seuche ist im vergangenen Jahr auch in Belgien ausgebrochen und wurde vor Kurzem im deutsch-polnischen Grenzgebiet festgestellt. Eine sprunghafte Verbreitung über große Distanzen hinweg ist möglich, weil der ASP-Virus sehr langlebig ist und sich auch in rohen Schweinefleischprodukten, wie Salami, Mettwurst, Speck oder Schinken befinden kann. Werden Reste davon im Freien weggeworfen, ist die Gefahr groß, dass Wildschweine diese Abfälle fressen und sich so infizieren. Deshalb sollen solche Schweinefleischprodukte nicht in der Landschaft entsorgt werden. Bei einem ASP-Ausbruch muss die Veterinärbehörde weitreichende Maßnahmen und Beschränkungen für einen großräumig abzugrenzenden Bereich anordnen. Der mögliche wirtschaftliche Schaden durch die ASP wird für Deutschland auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.