Förderprojekt Primärversorgung

Der Landkreis Lörrach hat für das Projekt "Entwicklung eines Umsetzungskonzeptes für eine zukunftsfeste, integrierte und einwohnernahe Gesundheitsversorgung im Landkreis Lörrach" vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration eine Förderzusage in Höhe von knapp 200.000 Euro erhalten. Vorrangig werden hiermit die Projektkoordination und ein externes Expertenteam finanziert, welche das Konzept entwickeln und erste Umsetzungsschritte einleiten. Das Förderprojekt beläuft sich auf den Zeitraum von Juli 2022 bis Ende Mai 2024.

Der Steuerungskreis setzt sich wie folgt zusammen:

  • Projektleitung & Koordination:  Frau Isabell Dörflinger (M. Sc. Gesundheitspädagogik)
  • Fachliche Begleitung: OptiMedis AG
  • Projektpartner: Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH, Stadt Rheinfelden, Stadt Schopfheim, Krankenkassen, Duale Hochschule Baden-Württemberg

Das Projekt wurde aus der Kommunalen Gesundheitskonferenz Lörrach in Zusammenarbeit mit der dazugehörigen Arbeitsgruppe Medizinische Versorgung initiiert und ist in der Stabsstelle Gesundheitskonferenz angesiedelt.

Hintergrund & Ziel

Der Landkreis Lörrach hat einen besonders hohen Bedarf an neuen Versorgungsformen, welcher sich durch den im Landesvergleich hohen Altersdurchschnitt der niedergelassenen Ärzte, verbunden mit der oftmals nicht gelingenden Nachbesetzung von Praxen aufgrund von Ärztemangel und der besonderen geografischen Lage im Dreiländereck auszeichnet. Des Weiteren begünstigen die Trendentwicklung des demografischen Wandels, die Veränderungen in den Bedürfnissen des ärztlichen Nachwuchses sowie die Zunahme von Pflegebedürftigkeit und der abnehmenden Angehörigenpflege die herausfordernde Versorgungssituation. Darüber hinaus werden die drei Klinikstandorte im Landkreis (Lörrach, Rheinfelden, Schopfheim) 2025 in einem Zentralklinikum in Lörrach zusammengelegt. Dadurch fallen für die Bevölkerung insbesondere der Einzugsgebiete von Rheinfelden und Schopfheim wohnortnahe Versorgungsstandorte weg.

Es liegen bislang nur teilweise Ansätze vor, wie die dadurch entstehenden Versorgungslücken gedeckt werden können. Eine zusammenfassende Grundlage gibt das Ideenpapier „Zukunftsfeste Gesundheitsversorgung für den Landkreis Lörrach“. Das Ziel des Förderprojektes ist eine nachhaltige Strategie für eine zukunftsfeste, integrierte und einwohnernahe Versorgung für den Landkreis zu konzipieren und erste Umsetzungsschritte einzuleiten.

Aktuelles

Über den Sommer konnten die Vergabeverfahren zur Besetzung der Projektleitung und fachlichen Begleitung abgeschlossen werden. Bereits im September 2022 wird sich der Steuerungskreis das erste Mal offiziell einfinden, um die nächsten Schritte zu besprechen. Generell lässt sich das Vorhaben in die folgenden 5 Meilensteine untergliedern: I: Kick-Off / Netzwerkbildung, II. Konkretisierung des Projekts, II: Workshop-Phase, IV: Konkretisierung der Umsetzung, V: Beginn der Umsetzung (siehe Meilensteinplan im Downloadbereich).

Sie werden auf dieser Seite regelmäßig über aktuelle Entwicklungen des Projekts informiert.

Logo der Gesundheitskonferenz

Ansprechpartner

Frau
Isabell Dörflinger
Projektleitung Primärversorgung
  • Isabell Dörflinger



Definition Primärversorgung

  • Auszug aus der Förderausschreibung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg 2022:

    „Primärversorgungszentren oder -netzwerke stellen eine leicht zugängliche Kontaktstelle für alle Menschen mit gesundheitlichen Anliegen und Problemen dar. Sie sollten, einem gemeindenahen und quartiersbezogenen Ansatz folgend, gut in die örtlichen Strukturen eingebunden sein. Durch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten und durch Vernetzung mit anderen Gesundheitsberufen soll die Versorgung etwa durch eine kontinuierliche Behandlung und durch längere Öffnungszeiten verbessert werden. Dies soll Wartezeiten und Doppeluntersuchungen vermeiden und das Wissen aller Behandelnden in die Betreuung integrieren. Für Ärztinnen und Ärzte und die anderen Gesundheitsberufe ergeben sich Vorteile durch die Arbeit im Team und es werden gleichzeitig attraktive Arbeitsbedingungen geschaffen.“