Untersuchung zeigt keine Gefährdung
Im Zusammenhang mit geplanten weiteren Bauprojekten auf dem Gelände der ehemaligen Lipps-Grube in Weil am Rhein wurde es notwendig, die vorhandenen Daten und Gefährdungseinschätzungen zu überprüfen.
Zur Lipps-Grube, die vornehmlich zwischen 1945 und 1952 mit Bodenaushub, Bauschutt, aber auch zu einem geringen Teil mit Abfällen aus Industrie und Chemischer Industrie verfüllt wurde, liegen umfangreiche Untersuchungen und Gutachten seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts vor. Das Landratsamt Lörrach entschloss sich in Abstimmung auch mit der Stadt Weil, eine neue und vor allem gesamtschauliche Begutachtung des Lipps-Grubengeländes vornehmen zu lassen. Dabei sollten alle vorliegenden Untersuchungen und Ergebnisse auf ihre Plausibilität und Vollständigkeit überprüft werden.
Die Ergebnisse dieser Begutachtung liegen nun vor: Bestätigt wurde klar, dass eine Gefährdung über den Pfad Boden - Mensch ausgeschlossen werden kann.
Die Bestandsaufnahme zeigt aber auch, dass eine abschließende Beurteilung der Wirkungspfads Boden - Grundwasser auf Basis vorliegender Daten nicht möglich ist. Dies liegt vor allem an den nicht ausreichend klaren Grundwasser-Abstromverhältnissen.
Das Landratsamt beabsichtigt nun, diese Ergebnisse in der Herbst-Sitzung der Altlasten-Bewertungskommission, in der Vertreter des Regierungspräsidiums und der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz beteiligt sind, auf die Tagesordnung zu bringen.
Hinsichtlich der vorhandenen und geplanten gewerblich-industriellen Nutzungen bestehen keinerlei Risiken. Nachbesserungen bezüglich des rechtskräftigen Bebauungsplans "Rheinvorland" der Stadt Weil am Rhein sind insofern nicht erforderlich.
Es informierte Sie:
Dr. Georg Lutz
Fachbereich Umwelt
Landratsamt Lörrach
Tel.: 07621-410-4100