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Mit Beginn der kalten Jahreszeit erfolgte, wie auch schon in den vergangenen Jahren, eine deutliche Zunahme an so genannter Darmgrippe, die in einer Vielzahl der Fälle durch Viren mit dem Namen „Norovirus“ ausgelöst wird. In den häufigsten Fällen heilt die Erkrankung innerhalb maximal 2-3 Tagen ab. Die Temperatur kann dabei leicht erhöht sein.
Im Vergleich zu den Vorjahren scheinen die Infektionszahlen in diesem Jahr besonders stark anzusteigen. Im gesamten Jahr 2006 wurden uns 117 Erkrankungen gemeldet. Im gerade zu Ende gegangenen Jahr 2007 bereits 316 Erkrankungen.
Da es keine Impfung oder zielgerichtete Behandlungsmaßnahmen gegen das Norovirus gibt, sind die unten angeführten allgemeinen Hygienemaßnahmen, angelehnt an Empfehlungen des Robert Koch Institutes, zur Vorsorge einer Erkrankung besonders wichtig. Ist es zu einer Erkrankung gekommen kann mit einer symptombezogenen Behandlung, vor allem einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme, der Verlauf gelindert werden.
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Da das Virus am häufigsten durch direkten Kontakt zu Erkrankten (virushaltiges Erbrochenes oder Stuhl) oder indirekt über verschmutze Flächen, z.B. Waschbecken, Türgriffe, übertragen wird, kann das Infektionsrisiko allgemein reduziert werden, indem man den Kontakt zu Erkrankten meidet und auf eine sorgfältige Händehygiene achtet. Bei der Betreuung von erkrankten Personen im Haushalt, steht ebenfalls eine gute Hände- und Toilettenhygiene im Vordergrund (personenbezogene Hygieneartikel, Handtücher, regelmäßige Reinigung der Kontaktflächen). Durch Erbrochenes oder Stuhl kontaminierte Flächen und Gegenstände (Waschbecken, Toiletten, Türgriffe, Böden) sollten unter Verwendung von haushaltsüblichen Gummihandschuhen gründlich gereinigt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass es zu keiner Weiterverbreitung kommt, daher sind Einmaltücher vorzuziehen. Ein genereller Einsatz von Desinfektionsmitteln ist im Privathaushalt nicht erforderlich.
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Erkrankte sollten während der akuten Phase der Erkrankung (Durchfall, Erbrechen) möglichst, außer zur Betreuungsperson, keinen Kontakt zu anderen Personen haben. Besonders durch Austrocknung gefährdet sind Kleinkinder und alte Menschen.
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Geschirr kann wie üblich gereinigt werden. Leib- und Bettwäsche sollte bei mindestens 60°C mit einem Vollwaschmittel gewaschen werden. Erkrankte sollten möglichst keine Speisen für andere zubereiten. In jedem Fall kommt der Hygiene vor dem Essen besondere Bedeutung zu.
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Da das Virus auch nach Abklingen der Symptome noch 1-2 Wochen ausgeschieden werden kann, muss auch in dieser Zeit auf eine gute Hände- und Toilettenhygiene geachtet werden.
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Für Erkrankte gelten die üblichen Empfehlungen bei akuten Magen- Darminfekten: Bettruhe, Ausgleich des Flüssigkeits- und Mineralsalzverlustes, langsamer Nahrungsaufbau.
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Bei schwereren Verläufen sollte vor allem bei Kleinkindern, älteren Patienten und Patienten mit Vorerkrankungen frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden.
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Erkrankte Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen nach den Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes nicht besuchen.
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