|
Mit Beginn der kalten Jahreszeit häufen sich nicht nur die Erkältungskrankheiten, sondern es erkranken Menschen auch zunehmend an der Grippe, auch Influenza genannt.
Erkältungskrankheiten, von denen im Winter kaum jemand verschont bleibt, verlaufen im allgemeinen recht milde – ohne höheres Fieber und ohne starke Beeinträchtigungen des Allgemeinbefindens. Nicht so die echte Virusgrippe, eine Atemwegsinfektion, verbunden mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und Muskel- und Gelenkschmerzen. Hinzu kommen Schnupfen, Halsschmerzen, trockener Husten und Müdigkeit. Im Verlauf einer Grippeerkrankung können auch schwere Komplikationen wie Lungenentzündung auftreten, insbesondere bei alten und chronisch kranken Menschen.
Etwa alle 20 Jahre kommt es zu einer weltweiten Grippeepidemie (Pandemie) mit schweren Krankheitsverläufen und vielen Todesfällen.
Eine Grippeerkrankung ist jedoch kein Ereignis, das man schicksalsergeben erwartet, und dem man schutzlos ausgeliefert ist. Eine rechtzeitige Vorbeugung in Form einer Grippeschutzimpfung verringert drastisch die Gefahr zu erkranken.
In der Saison 2001/2002 stehen in Deutschland insgesamt sieben Grippeimpfstoffe zur Verfügung, die jährlich neu zusammengestellt werden. Sie sind für Personen ab dem 6. Lebensmonat geeignet, wobei für Säuglinge und Kleinkinder bis zum 36. Lebensmonat eine reduzierte Dosis verwendet wird. Für ältere Menschen über 65 Jahre stehen außerdem zwei spezielle Impfstoffe zur Verfügung.
Selbstverständlich kann sich jedermann gegen Grippe impfen lassen. Besonders empfohlen jedoch wird sie für folgende Personengruppen:
-
Alle Menschen, die täglich mit vielen Menschen in Kontakt kommen, insbesondere Personal in Kranken- und Pflegeeinrichtung mit direktem Patientenkontakt. Diese können während ihrer Tätigkeit die Grippeinfektion auf die besonders gefährdeten kranken oder alten Menschen übertragen.
-
Alle Menschen, die älter sind als 60 Jahre, da bei ihnen die Grippe oft schwerer und komplikationsreicher verläuft als bei jüngeren Menschen.
-
Alle Menschen mit chronischen Atemwegs-, Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie mit Diabetes.
-
Alle Menschen mit reduzierter Immunabwehr, sei es infolge einer medikamentösen Behandlung oder infolge einer Krankheit
Die beste Zeit für die Grippeschutzimpfung ist der Herbst (Oktober/November). Nach der Impfung benötigt der Körper etwa zwei Wochen um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen. Der Impfstoff selbst ist gut verträglich, so dass mit schweren Nebenwirkungen nicht zu rechnen ist. Der Nutzen der Impfung überwiegt eindeutig.
Weitere Informationen:
-
Information des Gesundheitsamtes Garmisch-Partenkirchen zur Grippe
-
Ratgeber des Robert-Koch-Institutes zu Infektionskrankheiten, u.a. auch zur Grippe
-
Arbeitsgemeinschaft Influenza überwacht die aktuelle Epidemiologie in Deutschland und sucht Ärzte zum Mitmachen
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns unter folgender Telefonnummer an:
Tel.: 07621/ 410- 21 46 oder 07621/ 410- 21 41
|