AIDS |
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AIDS-Beratung
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Legende: |
unb./k.A. |
/ keine Angabe |
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PPI |
prä/ perinatale Infektion = Mutter-Kind Infektion |
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HPL |
Patient aus Hochprävalenzland (z.B südl. Afrika, Südostasien ...) |
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Hetero |
heterosexuelle Infektion |
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Hämo/Transf |
Hämophiliepatient (Bluter) oder Transfusionsempfänger |
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IVD |
Intravenöser Drogengebrauch |
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MSM |
Männer die Sex mit Männern haben |
Die Entwicklung der jährlichen Neuinfektionen mit dem HI-Virus und die Bedeutung der einzelnen Infektionswege sind in obiger Grafik des Robert Koch-Institut „Neu diagnostizierte HIV-Infektionen in Deutschland“ nach Halbjahr der Diagnose dargestellt.
Die HIV-Erstdiagnosen liegen für 2009 bei rund 3 000 Fällen jährlich und haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht nennenswert verändert. Der seit dem Jahr 2001 beobachtete Anstieg der HIV-Neudiagnosen ist einer Stagnation gewichen.
Bei Männern zeigt sich, dass der Anteil der durch Sexualkontakte mit Männern Infizierten schon seit 2002 stark zunimmt, ebenso steigen die heterosexuellen Infektionen leicht an. Infektionen durch Sexualkontakte mit Frauen aus Hochprävalenzländern und Infektionen durch intravenösen Drogengebrauch dagegen stagnieren oder gehen leicht zurück. Männer, die Sex mit Männern hatten, sind unter den Neuinfizierten der letzten 12 Monate besonders stark vertreten.
Bei Frauen hat sich hinsichtlich der Infektionswege in den letzten 10 Jahren die Reihenfolge verschoben: Während früher heterosexuelle Infektion und Infektionen beim intravenösen Drogenkonsum im Vordergrund standen, sind es jetzt in erster Linie Infektionen beim Sexualkontakt mit Männern aus Hochprävalenzländern, an zweiter Stelle heterosexuell erworbene Infektionen, während die Ansteckung beim intravenösen Drogenkonsum in den Hintergrund getreten ist.
Zur Situation in Baden-Württemberg und im Regierungsbezirk Südbaden

Auch in Baden Württemberg verzeichnet man seit 2002 einen Anstieg der Neuinfek-tionen, allerdings weniger stark als im Bundesdurchschnitt. Der größte Teil dieser Zunahme wird durch den Anstieg von Infektionen bei MSM verursacht. Dagegen sind Infektionen durch Partner aus Hochprävalenzländern und durch i.V. Drogengebrauch rückläufig.

Im Regierungsbezirk Südbaden mit 2,19 Mio. Einwohnern sind die HIV-Neuinfektionen nach 2004 sprunghaft angestiegen von 17 Fällen 2002 auf 46 im Jahr 2007. Die letzten beiden Jahre gingen die Zahlen dann wieder etwas zurück. Auch hier geht der größte Teil der Zunahme auf gestiegene Infektionszahlen bei MSM und bei den heterosexuellen Infektionen zurück.

Wie sich die HIV-Neuinfektionen der letzten 12 Monate in Deutschland verteilen, können sie oben stehender Grafik entnehmen. Eine Häufung von Neuinfektionen gibt es in den großstädtischen Ballungsgebieten: Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf/ Ruhrgebiet, Hannover, Bremen, Stuttgart und Freiburg.
Die Altersverteilung der HIV-Erstdiagnosen seit 1993 ist im Diagramm Alter zum Zeitpunkt der Diagnose dargestellt. Der Großteil der Infektionen betrifft die Altersgruppen der 23 bis 45-jährigen. In Deutschland sind Männer wesentlich stärker betroffen als Frauen.
Neu diagnostizierte HIV-Infektionen in Deutschland (02/2006)
Alter zum Zeitpunkt der Diagnose (1993-2005)

AIDS-Fälle:

Zum Stand 31.12.2009 schätzt das Robert Koch-Institut die tatsächliche Zahl der AIDS-Erkrankungen seit Beginn der Epidemie auf 36 500, die Zahl der infolge HIV/AIDS Verstorbenen auf 28 000 Personen. Knapp 87 % der Fälle betreffen Männer, der Frauenanteil beläuft sich auf rund 13 %. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen lag früher bei etwa 2000 Fällen, und ist nach 1996 stark zurückgegangen. Dieser Rückgang ist mit den seither verfügbaren und ständig weiterentwickelten Therapiemöglichkeiten der antiretroviralen Kombinationstherapie zu erklären. Im Jahr 2009 gingen 1 100 Berichte über neu an AIDS erkrankte Personen ein. Die neu gemeldeten Erkrankungen verteilen sich auf mehrere Diagnosejahre.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in Baden-Württemberg, wo die jährliche Neuerkrankungsrate von 170 Fällen im Jahr 1994 auf jetzt 100 Fälle im Jahr 2009 zurückging.
Nähere Informationen zur Situation in Deutschland erhalten Sie beim Robert Koch-Institut in Berlin
http://www.rki.de/cln_006/nn_225576/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/
hiv__node.html__nnn=true
Unter den europäischen Ländern hat Deutschland vergleichsweise wenige AIDS-Fälle. Besonders viele Fälle im Verhältnis zur Bevölkerung haben dagegen Portugal, Spanien, die Schweiz, Frankreich und Italien. Neuerdings trifft dies auch auf GUS-Staaten (ehemalige Sowjetunion) zu, wie Weissrußland und Ukraine, sowie auf die baltischen Staaten. Die Verhältnisse in der Schweiz können Sie beim www.admin.ch/bag in Bern abrufen, europäische Zahlen sind bei der Adresse http://www.eurohiv.org/ in Erfahrung zu bringen, weltweite Daten gibt es bei http://www.unaids.org/
Datenquellen:
Die positiven HIV-Tests müssen aufgrund der Laborberichtspflicht anonym an das Robert Koch-Institut gemeldet werden. Da die Meldeformulare erst seit Juli 98 mit einer personenbezogenen Kennung versehen wurden, enthält die offizielle Statistik Mehrfachmeldungen in erheblichem Ausmaß. Dadurch wird die tatsächliche Anzahl der HIV-Infektionen sehr stark überschätzt. Um dieses Problem zu umgehen, veröffentlicht das Robert Koch-Institut nur noch bereinigte bzw. gesicherte HIV-Erstmeldungen seit 1993. Seit diesem Zeitpunkt wurde in die Laborberichtsbögen eine Rubrik aufgenommen, die eine solche Klassifizierung erlaubt.
Die Kenntnis über AIDS-Fälle verdanken wir freiwilligen anonymen Arztberichten, die in einem Fallregister beim Robert Koch-Institut in Berlin gesammelt werden. Die Berichte sind mit einem personenbezogenen, aber anonymisier-ten Code versehen, so dass Mehrfachmeldungen erkennbar sind. Die Vollständigkeit der Erfassung, also der Anteil der gemeldeten gemessen an den tatsächlich vorliegenden Fällen, wurde vom Robert Koch Institut lange mit über 85 % angegeben. Diese Quote hat sich neueren Veröffentlichungen zufolge in den letzten Jahren auf etwa 65 % verschlechtert.
Therapie der HIV-Infektion
Seit 1996 ist die antiretrovirale Kombinationstherapie verfügbar. Manchmal wird sie auch mit dem Kürzel HAART oder ART bezeichnet: antiretrovirale Therapie. Kombiniert werden Medikamente aus bis zu vier verschiedenen Substanzklassen. Damit kann eine Resistenzbildung des Virus gegen die Medikamente über lange Zeit verhindert werden. Etwa gleichzeitig wurde als neues Diagnoseverfahren die Viruslastbestimmung eingeführt. Damit lässt sich die Zahl der Viruskopien pro Mililiter Blut bestimmen. So kann die Wirksamkeit der Therapie kontrolliert werden. Therapieziel ist es, die Zahl der Viruskopien möglichst bis unter die Nachweisgrenze, die bei etwa 50 Kopien pro Mililiter liegt, zu senken. Gleichzeitig sollte die Zahl der CD4-Zellen (Helferzellen) möglichst lange möglichst hoch gehalten werden um das Immunsystem funktionsfähig zu erhalten. Die Empfehlungen, wann mit einer Therapie begonnen werden sollte sind ständig im Wandel. Dies hängt mit den Ergebnissen von zahlreichen großen Therapiestudien zusammen.
Weitergehende Informationen über dieses hochspezialisierte Gebiet erhalten Sie bei folgenden empfehlenswerten Quellen:
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HIV-Zentrum, Prof. Staszewski, Goethe-Universität Frankfurt |
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für Ärzte, Apotheker u. Betroffene; Dr. Hartmann, Uni Heidelberg |
Spritzentausch im Landkreis Lörrach
HIV-Infektionen bei intravenösen Drogengebrauchern waren vor allem auf die Verwendung unsauberer Spritzbestecke zurückzuführen. In Lörrach, mit seiner regen Drogenszene, die in den 90-er Jahren auf 1000 bis 1500 Personen geschätzt wurde, haben sich von Anfang der 80-er bis Mitte der 90-er Jahre viele Drogengebraucher auf diesem Weg mit dem HIV- Virus angesteckt. Deshalb wurde 1995 in Kooperation von Gesundheitsamt, Drogenberatung und einigen engagierten Apothekern das Lörracher Spritzentauschprojekt eingerichtet. Eine Spende der AOK und ein vom Kreissozialausschuß gebilligter Zuschuss ermöglichten die Anschubfinanzierung. Seit dem Jahr 2000 beteiligt sich auch die Anlaufstelle für Drogenabhängige „Drehscheibe“ in Lörrach an dem Projekt durch Abgabe neuer und Rücknahme von gebrauchten Spritzen im Café, sowie durch das Betreiben eines Spritzenautomaten. Es beteiligen sich drei Apotheken in Lörrach, je zwei Apotheken in Weil und Schopfheim und je eine Apotheke in Steinen, Rheinfelden, Grenzach und Efringen-Kirchen. Gemeinsam mit den Apothekern wurden Regeln für die Spritzenabgabe festgelegt: Tauschzeit ist von 11 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Im Nachtdienst wird grundsätzlich nicht getauscht. Im Tausch werden bis zu 20 Spritzen kostenlos abgegeben, ohne werden sie für einen Stückpreis von 15 Cent verkauft. Die Kosten belaufen sich je nach Umsatz auf 500 bis 2000.- € jährlich.

Angebote für Schulen und Lehrkräfte
Unterricht:
Auf Anfrage kommen wir auch in Ihren Unterricht soweit es unsere Kapazität zulässt. Die Sozialarbeiterinnen der Schwangerschaftskonfliktberatung und der Psychologe von der AIDS-Beratung behandeln während ihres dreistündigen Unterrichts je nach Schulart und Klassenstufe die Themen: körperliche Veränderungen in der Pubertät, Freundschaft, Liebe, Sexualität, Schwangerschaftsverhütung, HIV/AIDS. Es besteht die Möglichkeit die Gruppen nach Geschlechtern zu trennen. Näheres zu unserem sexualpädagogischen Angebot auf der Homepage http://www.jugendagenturen.de/ unter dem Stichwort „Lust und Frust“.
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Terminabsprache auch unter Tel.: |
07621/410-2172 Frau Preuß-Sütterlin oder |
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07621/410-2164 Frau Stöckle-Jabs |
Infomaterial:
Kostenloses Informationsmaterial zu HIV/AIDS, aber auch zahlreichen anderen gesundheitlichen Themen können Sie per E-Mail bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln unter der Adresse: order@bzga.de bestellen, oder sich im Internet anschauen unter http://www.bzga.de/, Themenschwerpunkt Aidsprävention. In kleinen Stückzahlen oder als Ansichtsexemplare können Sie das Material auch bei uns im Dezernat II/ Fachbereich Gesundheit erhalten.
Links zum Thema HIV/ AIDS
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Adresse |
Anbieter/ Bemerkungen |
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Bundeszentrale f. gesundheitl. Aufklärung : Infomaterial, Adressen Beratungsstellen |
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Betroffene informieren Betroffene: Projekt Information e.V. München |
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AIDS-Hilfe Freiburg |
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Schwul- lesbischer Verein Lörrach |
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AIDS-Hilfe beider Basel |
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AIDS-Hilfe Konstanz |
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AIDS-Hilfe Ulm |
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Deutsche AIDS-Hilfe Berlin |
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AIDS-Hilfe Schweiz |
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HIV-Zentrum der J.W.Goethe-Universität Frankfurt; (Prof. Staszewski) |
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Fortbildung rund um HIV und Hepatitis |
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Leitfaden f. Ärzte, Apotheker u. Betroffene (Dr. Hartmann; Uniklinik Heidelberg) |
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Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Ärzten in der Versorgung HIV-Infizierter e.V. |
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Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V. (Prof. Brockmeyer; Uniklinik Bochum) |
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Robert Koch-Institut Berlin: Epidemiologie, Therapierichtlinien, Kongressberichte |
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AIDS Aufklärung Frankfurt e.V. |
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englisch: Globale Zahlen von UN-AIDS |
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englisch/französich: Europäische Zahlen zur Epidemiologie |
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Bundesamt f. Gesundheit Schweiz, Bern |
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Informationen über HIV/ AIDS (Dr. Markus Flepp) |
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englisch: global network for and by people living with HIV/AIDS |
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englisch: international community of woman living with HIV/AIDS |
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englisch, span., portug., franz., russ.: Patienteninformation zu Therapiemöglichkeiten |
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Informationszentrum zu HIV und AIDS mit Unterstützung von DuPont , Abbott |
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Aktuelles Thema - Badegewässer |
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Erreichbarkeit des FB Gesundheit für Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz (einschließlich Influenza A H1/N1, „Neue Influenza“) über |


