Kandern |
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Stadtverwaltung Kandern
Schon in früher Zeit wird auf die Eisenverarbeitung in Kandern hingewiesen, ein zusätzlicher Hinweis auf keltische Siedler, die besonders geschickt in der Eisenverarbeitung waren. Viele Jahrhunderte später war das Eisenwerk im Besitz der Markgrafen. Mit Hilfe von Tragtieren ließen sie das Roheisen über die Passhöhe Scheideck nach Hausen im Wiesental líefern. Im heutigen Gasthaus zur "Weserei" war die Verwaltung des Bergwerks untergebracht. Seit altes her wird in Kandern von Zieglern, Hafnern und Keramikern Tonerde verarbeitet. Kandern führte schon um 1690 einen regelmäßigen Wochenmarkt durch, obwohl keine Urkunde vorhanden ist, die dieses Recht bestätigt. Solche Märkte waren für einen Ort von besonderer Wichtigkeit. Zu diesem ersten Markt kamen später zwei Jahrmärkte, einer im Mai und einer im Oktober. hinzu. Von den Viehmärkten hat der Kandener "Roßmärt" bis heute seine Tradition. 1859 begann das "Chanderle" von Haltingen nach Kandern zu schnaufen. Der historische Dampfzug ist noch bis heute in den Sommermonaten eine Attraktion im Kandertal. Kandern wird auch Brezelstadt genannt , da schon bald 100 Jahre in einer Brezelfabrik das bekannte Gebäck hergestellt wird. Ein weitbekanntes Kunstwerk ist die "Goldene Sau" von Kandern. Ein Markgraf schenkte den Trinkbecher in Form eines Wildscheines als Dank für eine vergnügliche Jagd in den Wäldern Kanderns dem Kandener Forsthaus. Heute wird der Becher im Landesmuseum Karlsruhe aufbewahrt; in Kandern befindet sich lediglich eine Kopie des Kunstwerkes. Der Sohn des Papiermeisters, der in der Papiermühle Kandern arbeitete, wurde im 19. Jahrhundert als Pionier und Goldgräber in Kalifornien bekannt; es ist Johann August Sutter, der "Kaiser von Kalifornien". |
