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Ein Besucher verbindet mit dem Raum um die Große Kreisstadt und Namensgeberin des Landkreises die Vorstellung vom Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich mit Basel, dem Rheinknie mit einer reizvollen Landschaft und dynamischer Industrie. Dieser erste Eindruck ist zwar richtig. Das ganze Gebiet des Landkreises ist aber weit vielseitiger und macht auch den Reiz aus, diese Landschaft genauer kennen zu lernen.
Der Landkreis umfasst das Einzugsgebiet der großen und kleinen Wiese bis hinauf auf den Feldberg und Belchen, ein gutes Stück Hochrhein, eine Spanne am Oberrhein mit dem herrlichen Markgräfler Rebland.
Gravierende geographische und klimatische Unterschiede sind es, die der Kreis vereint, über 1.000 Meter Höhenunterschied, die die Wiese zum Rhein begleiten. Eine der schönsten und reizvollsten Landschaften Deutschlands ist dieser Teil des Schwarzwaldes, wo der Hochschwarzwald hinübergleitet in die liebliche vielgegliederte Berg- und Tallandschaft des Wiesentals und über sanftere Kuppen hinunter in das fruchtbare Rheinvorland. Herrliche Terassen geben den Blick frei auf die Alpen, den Schweizer Jura und die Vogesen.
Der Grenzlandkreis sieht in den Staatsgrenzen keinen Nachteil, sondern Chancen. Über 10.000 Grenzgänger aus dem Landkreis arbeiten in der Schweiz, und viele Nachbarn aus dem Elsaß und der Schweiz kaufen hier ein und genießen die hervorragende Gastronomie.
In 35 Städten und Gemeinden von 100 bis über 45.000 Einwohnern lebt die Bevölkerung des Landkreises. Dicht besiedelt sind das vordere Wiesental zum Rheinknie und das Hochrheingebiet. Hier nutzt von alters her die Industrie die Standortvorteile, die die Bevölkerung und die den Landkreis durchquerenden, europäisch bedeutsamen Verkehrsachsen bilden. Dagegen bieten die Oberrheinebene und der Schwarzwald Erlebnis und Erholung für den Gast sowie Arbeit für den Landwirt, Winzer oder Hotelier, für den innovativen Mittelstand und das Handwerk in allen Sparten.
Die landschaftlich bedingten strukturellen Unterschiede im Kreisgebiet bei gleichzeitiger Stärkung der örtlichen Vorzüge auszugleichen, ist vordringliche Aufgabe des Landkreises. Er sorgt für die Infrastruktur, schafft mit seinen Einrichtungen die notwendigen Voraussetzungen und unterstützt die von der Topographie wirtschaftlich benachteiligten Gemeinden.
Es gilt, den Grenzlandkreis Lörrach in seiner Vielfalt immer wieder neu zu entdecken!
Ihr Walter Schneider
Landrat
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